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40

29 Jan

Wir haben geträumt von einer besseren Welt.
Wir haben sie uns so einfach vorgestellt.
Wir haben geträumt. Es war ’ne lange Nacht.
Ich wünschte wir wären niemals aufgewacht.

Irgendwann ist man so alt, wie die eigenen Eltern waren, als man sie am meisten verachtet hat.

Und nun? Was ist denn tatsächlich übrig geblieben von der großen Rebellion? Ist ja keine Kunst als Jugendlicher alles ganz anders machen zu wollen. Jetzt ist mal Zeit sich bewusst zu machen, was davon tatsächlich verwirklicht wurde.

Nun, ich lade ein zur Reflektion. Die Tagesordnungspunkte:

  • Ist zeitig aufstehen schon der Anfang verratener Werte? Ab wieviel Uhr genau?
  • Darf man einen Apfel essen, nur für sich, auch wenn das Kind gar nicht dabei ist?
  • Für immer jung bleiben? Nicht aufgeben? Oder ist es nun an der Zeit in Würde zu altern?
  • Die Beschissenheit der Dinge.
  • Battle: Sport versus Fleischsalat. Schiedsrichter: Der Bauch.
  • Darf man mit 40 noch in WG wohnen? Und was soll man als Frau nun davon halten?
  • Habe ich wirklich alles richtig gemacht?
  • Wie viel Kompromiss verträgt eine Beziehung? Und wie ändert sich das Verhältnis mit zunehmenden Alter?
  • Wenn uns gar nichts mehr einfällt reden wir über Israel.

 

die gute alte Zeit

mit Freundin

Jedenfalls, ich werde Geburtstag haben und lade zur Feier. Für all das, was gut geklappt hat. Um zu vergessen, was nicht so läuft. Zur Feier all derer, die mich mal gern hatten und haben und haben werden, zur Feier des körperlichen Zustandes as noch is. Zur Feier für die eine oder andere Feier, die schon vergessen wurde. Einfach weil man das so macht.

Es gibt was zu trinken, Musik von Youtube und im besten Fall das eine oder andere bekannte (oder ehemals bekannte) Gesicht.

(Ich habe eigentlich erst zwei Tage später Geburtstag, aber darauf kommts jetzt auch nicht mehr so genau an und später passt es nicht.) Also:

Freitag, 10.2. 20:00 Uhr
Hostel Lollis Homestay

(Übernachtungsplätze bei Bedarf bitte einfach Bescheid sagen)

pure Vernunft darf niemals siegen


Geschenke sind nicht nötig, ich freue mich vor allem über nette Gesellschaft.
Wer es aber nicht lassen mag, für die gibt es zwei Ideen:

Nützlich: Globetrotter Gutschein. Die kann ich zusammen legen und mir in meinem Lieblingsladen irgendeinen überteuerten aber praktischen Schnulli kaufen
Lustig: https://sternburg.markenshopservice.de

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Grande Finale

07 Mrz

In Dubai hat man das euphorische Gefuehl, zu den Erfolgreichen dieser Welt zu gehoeren. Berlin mag zwar arm aber sexy sein, aber neben Dubai sieht es so aus wie das schoene Ossi-Maedchen neben dem aufgebrezelten Hollywoodsternchen nach der zweiten Brustvergroesserung. Dubai ist wie ein Klumpen Gold, kalt und herzlos, aber glatt, glaenzend und ein Versprechen vom besseren Leben. Dubai ist Turbokapitalismus mit ner Menge armen Schweinen, aber auch eine fantastische, makellose Traumwelt wie aus dem Bilderbuch.  Dubai ist wie die schoene Frau auf der Tanzflaeche, zu glatt und zu vollkommen als dass man sich Hoffnungen machen koennte, aber trotzdem kann man den ganzen Abend nirgendwo anders hingucken.

Boot auf dem Creec

mit so Holzbooten ueberquert man den Creek von Dubai

Dubai

breite Strassen + hohe Haeuser + alles neu = Dubai

Hostelgaeste

Endlich mal wieder ein paar Leute treffen.  Vorm Hostel, in der Scheibe spiegelt sich die neue Metro, die faehrt vollautomatisch ohne Fahrer.

Ich habe mich inzwischen eines Besseren belehren lassen:  Dubai lebt nicht vom Oel, das sind derzeit nur etwa 5% der Einnahmen.  Die Scheichs hier haben ein Haendchen fuer kluge Investitionen.  Die Oelerloese stecken die in den Ausbau der Infrastruktur, die noetig ist, um auslaendische Investoren anzuziehen.  Als auslaendischer Investor braucht man, um hier ein Geschaeft betreiben zu koennen, ausser in speziellen Free Zones, einen „Sponsor“, sprich einen einheimischen Partner.  Damit sich aber ein Emirati an einem Geschaeft beteiligt, muss man dem ueblicherweise einen nennenswerten Anteil an den Erloesen geben.  Und so kann man, als Emirati, relativ risikolos gutes Geld verdienen, von denen die Bentleys, Rolls Royce, Hummer usw. auf den Strassen hier Baende sprechen.

Die eigentliche Kunst war und ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der man gerne und viel investiert.  Dazu zaehlen so Nettigkeiten wie Steuerfreiheit oder keine Buchfuehrungspflichten, und auch, dass Dubai so eine sichere und saubere und attraktive Stadt ist.
Eigentlich muesste man nach einem Besuch hier die FDP waehlen.  Hier steht eine bluehende Stadt der Superlative in der die Wirtschaft ohne viel staatliche Einmischung floriert.  Sozialsystem gibt es keines, du arbeitest oder du fliegst nach Hause, so einfach ist das.
Manchmal kommen mir schon Zweifel, ob das Konzept, dass man Leute versorgt, nur weil sie eben da sind, tatsaechlich so gut ist.  Andererseits koennen wir aber die Leute fuer die es keine Arbeit mehr gibt, nicht einfach in ein Flugzeug nach Indien setzen.  Oder vielleicht doch, wahrscheinlich halbiert sich die Arbeitslosigkeit schon bei der Androhung von alleine.

Was den Laden hier so abheben laesst ist diese Kombination, dass es hier einerseits offensichtlich ein paar Leute gibt, die noch Ziele und Visionen haben, wie ihr Land in ein paar Jahren aussehen soll.  Und die, und das kommt selten zusammen, auch noch die Power und die Mittel haben, diese Visionen umzusetzen.  In Deutschland fehlt irgendwie beides:  Jeder sichert sich ab so gut er kann und verwaltet das Bestehende.  Und wenn doch mal wer was machen will, wird es so lange zerredet, bis die Idee in Scherben am Boden liegt.  Ich glaube das ist ein wichtiger Grund, warum es fuer viele Leute sehr attraktiv ist hier zu leben, einfach weil hier wirklich was geht und Dinge moeglich sind, von denen in Europa schon keiner mehr traeumt.

Palace Hotel Abu Dhabi

im Luxushotel in Abu Dhabi

360 Dubai

in der Strandbar

Quad fahren

500ccm und Allrad – das ist kein Moped!

Ski Dubai

so ein sportlicher und eleganter Skianzug!

Aber eigentlich ist mir das alles gerade voellig Jacke.  Ueber die entsetzlichen Zustaende auf unserer Welt koennen wir auch in einer Woche noch wehklagen.  Dubai macht naemlich einfach Laune.

Verglichen mit den anderen arabischen Laendern, die ja schon eher als spassfrei zu bezeichnen sind, geht in Dubai so ziemlich alles.  Aus orthodoxer Sicht muss das als der reinste Suendenpfuhl erscheinen, schon deswegen koennte ich mich darin waelzen bis zum Bankrott.
Hier kann man all den ganzen Bloedsinn machen, Ski fahren bei ueber 30 Grad in der Sonne, mit nem Quad durch die Duenen heizen, sich nen Tag in so einem Wasserrutschenpark vergnuegen.  Man kann abends weggehen, in den Spielhallen in den Malls Zombies abballern, grossartiges Essen essen, mit der schnellsten Achterbahn der Welt fahren oder sich Pinguine ansehen.  Ich liebe es.

Alles kostet hier Geld, logischerweise, darum geht es ja.  Die ganze Stadt ist darauf ausgelegt, dass man seine Moneten los wird.  Aber man kriegt auch wirklich was dafuer, so dass man seltem das Gefuehl hat, abgezockt wurden zu sein.  Man bewegt sich staendig von einer kuenstlichen Welt in eine andere, jede fuer sich aber bis zur Perfektion gut gemacht.   Dazu ein grossartiger Service, der einen so tief in den Arsch kriecht, dass man gar nicht anders kann als die Preistafel zu ignorieren.  Die Bedienung ist gut dressiert, das geht beim staendigen „Good Morning, Sir“, „Yes Sir“, „What can I do for you, Sir“ los, neben Eingangstueren werden so Leute gestellt, deren einzige Aufgabe es ist die Tuer aufzuhalten wenn man da ankommt.  Ich hab es zweimal in Clubs erlebt, dass der Typ aufm Klo einem noch den Wasserhahn aufmacht und einem die Papierhandtuecher zum abtrocknen zureicht.  Das geht so weit, dass auf ner vollen Tanzflaeche voller dieser Luxusmenschen da noch ein Bangladeshi rumsteht und zwischen den tanzenden Leuten immer mal ein bischen rumfeudelt.

Und es hat schon was zu bedeuten, wenn die es hinkriegen, so nen halbalternativen Shoppingverweigerer wie mich einen ganzen Tag lang in einer dieser Shopping Malls zu fesseln.  Und dabei war ich die ganze Zeit in keinem einzigen Geschaeft!  Aber da gibts ein riesiges Aquarium von 51m x 20m x 11m, einen Unterwasserzoo, ein Kino, die Sega-Republic, eine grosse Eislaufbahn und ein 24 Meter kuenstlicher Wasserfall, dazu viele gute Restaurants und das Gebaeude und alles drumrum ist auch absolut sehenswert.  Das ist quasi das Equivalent zur Fussgaengerzone bei uns, nur eben Indoor wegen der Sonne.  Und von diesem Malls gibts hier einige sehr namhafte, alleine damit kann man mehrere Tage fuellen ohne sich zu langweilen.

Autorennsimulator

schoen Autorennen fahren

Und es gibt auch, von mir so viele Monate entbehrt, auch wieder mal Nachtleben. Dabei ist die Chance in einem der Clubs zu landen, wo man schon beim reinkommen von einem ganzen Schwarm von Prostituierten gestuermt wird, nicht gerade klein.  In den anderen Laeden steht man dann in dieser internationalen Mischung aus gutaussehenden,  jungen und erfolgreichen Menschen die so aussehen, als haetten sie alle noch nie Geldsorgen gehabt.  Die Frauen gepflegt im kurzen Kleid mit High-Heels, die Jungs mit Polohemd und ordentlicher Kurzhaarfrisur, und tanzt etwa zu Edward Maya im Sand auf dieser kuenstlichen Insel im Schatten eines dieser vielen Superhotels.  Dabei sehen die Leute da genauso weichgespuelert aus wie die Musik klingt.   Da flippe ich jetzt nicht aus deswegen, aber man braucht auch nicht zu erwarten, dass der Schaum der Gesellschaft sich im Untergrund rumtreibt.

Dabei kommen da Leute zusammen, das geht eigentlich gar nicht.  Eine serbische Schoenheit tanzt neben dem kuwaitischen Hubschrauberpiloten samt Frau, das geht dann auch mal im Hemd und ohne Schleier.  Ein paar reiche Inder stehen am Rand, eine Black Beauty stoeckelt neben ihren Lover auf die Tanzflaeche. So lange du dein kleines Bier fuer 7 Euro bezahlen kannst, sind alle Menschen gleich, Rassismus ist klar was fuer die Armen.  Ein bischen neidisch hab ich auf die paar Leute geguckt, die am Ende betrunken waren, bei den Preisen wird dann sowas zum Statussymbol.  Man kann aber auch noch ein bischen mehr.  Da gibts dann so eine V.I.P. Ecke neben der Tanzflaeche, da darf man dann ab einem Mindestumsatz von 250 Euro sitzen.  Das ist das ganze Konzept der Stadt, in Dubai kann jeder wirklich Koenig sein, der es sich leisten kann.

Goldautomat

Mein Favorit, ein Goldautomat. Gold to go!  Und nur mit Bargeld.

Eislaufbahn

in jedes vernuenftige Einkaufszentrum gehoert natuerlich eine Eislaufbahn

Baustelle Palme Deira

Verdammte Krise. An der Baustelle zur zweiten Palme gehts erstmal nicht weiter.

Blick vom Burj Khalifa

ein Teil der Hochhausstrasse – vom hoechsten Turm der Welt aus gesehen

Klo in der Wafi Mall

ein Klo in einer dieser Malls

Loblied

Loblied auf den Scheich

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Kuwait

01 Mrz
Kuwait von oben

Kuwait von oben - es ist da tatsaechlich so diesig, ist Sandstaub in der Luft

Kuwait

hat so einen osteuropaeischen "Charme"

Das muss man erstmal hinkriegen, eine Stadt dermassen unattraktiv und haesslich zu bauen wie Kuwait. Dagegen ist Frankfurt ja eine Schoenheit. Kuwait besteht im Grossen und Ganzen aus Wohnblocks wie sie in etwas anderer Form auch in jedem ostdeutschen Neubaughetto rumstehen koennten, in der Mitte dazu noch ein paar Hochhaeuser.

Kaputte Fusswege, gefuehlt null Stadtplanung, rostige Bushaltestellen, verblichene Schilder, Haeuser von denen der Putz abfaellt, voellig ambitionslose Zweckbauten und dabei eine Stimmung unter den Leuten wie in Bukarest – sprich jeder sieht aus als haette er permanent schlechte Laune.  Alle die ich getroffen habe waren nur da wegen der Arbeit und wegen des Geldes, niemand fand irgendwas gut an der Stadt.  Dabei muss das alles gar nicht sein, das kleine Land hat 10% aller verfuegbaren Oelreserven weltweit, das koennte eigentlich die schoenste Stadt am Golf ueberhaupt sein.  Als Kontrast dazu kommen also noch ein paar glaenzende Wolkenkratzer und schnieke Shopping-Malls, so als wuessten sie nicht, ob die Stadt lieber eine 3.Welt Metropole oder ein Vorzeigeort sein soll.  Eins ist sie auf jeden Fall: Eine Beleidigung fuers Auge!

Es sieht so aus, als koennten sie sich nicht zwischen Abriss und Aufbau entscheiden. Also wenn sie mich fragen, mir viele die Wahl leicht: Kompletter Abriss und nochmal ganz von vorne anfangen. Das mit dem Krieg mit dem Irak war ja ein ganz guter Anfang, da ist auch ne Menge kaputt gegangen hier. Normalerweise kann man dann ja hinterher umso schoener alles wieder aufbauen, aber selbst die Chance haben die vermasselt. Irgendwie sieht das so aus, als sei es den Leuten hier einfach egal wie es in der Stadt aussieht.

Wohnblocks

so "schoen" siehts da fast ueberall aus

Kuwait

da geht man gerne ein bischen bummeln

Jubilaeum

zum grossen Jubilaeum wird die Stadt ueberall in den Landesfarben geschmueckt

Kuwaitis

kann man mal seine neue Biene seinen Freunden zeigen

einkaufen

Ninja mit Sklave

Auto zur Unabhaengigskeitsfeier in Kuwait

Emir rocks the house

Der Staat Kuwait besteht eigentlich nur aus der Stadt Kuwait, der Rest des Landes ist wohl dreckige staubige Wueste mit ner Menge Oeltuermen drauf. In der Stadt trifft man fast nur Inder, wenn man von ein paar Aegyptern, Filipinos und Bangladeshis mal absieht. Immerhin gibt es sowas wie ein Busnetz, das wird aber ausschliesslich von den Indern benutzt, ich habe nie einen Araber oder Europäer im Bus gesehen, da war ich jedes Mal echt ein Ereignis.  Ist auch prima im Bus zum Zeit totschlagen, man steht immer schoen im Stau rum, da vergeht der Tag wie von selbst.

Ich habe keine Ahnung wo die Kuwaitis sich tagsueber so rumtreiben, wahrscheinlich sitzen die einfach in ihren Villengegenden und blaettern in Autokatalogen.
So gegen Abend kriegt man dann auch mal ein paar Araber zu Gesicht.  Dann gehts irgendwohin essen oder durch den Souk bummeln, waehrend das filipinische Kindermaedchen die Kids bespasst.  Und beim einkaufen laesst man sich vom Inder den Einkaufswagen schieben.  Der Statusunterschied zwischen den arabischen kuwaitischen Staatsbuergern und den Sklaven ringsum ist wirklich beeindruckend.

Diese Tage beging die Stadt ein dreifaches Jubilaeum.  50 Jahre Unabhaengigkeit, 20 Jahre Befreiung von den Irakern und 5 Jahre regiert jetzt der neue Emir.  Die ganze Stadt ist mit kuwaitischen Fahnen und immer wieder mit des Emirs Nase „geschmueckt“.  Und wer annimmt, das waere mal eine Gelegenheit sich bei einer Feierlichkeit unters Volk zu mischen, der vergisst, dass ein ordentlicher Araber niemals und auf gar keinen Fall jemals aus seinem Auto aussteigt.  Ich wette die parken abends ihr Auto im Schlafzimmer neben dem Bett oder die schlafen gleich noch im Auto.
Jedenfalls bestand die Party aus einem kilometerlangen Stau entlang der Uferstrasse, in dem Autos dann immer mal ein Hupen von sich geben und aus dem Fenster heraus werden dann Fahnen geschwungen.  Stimmung!

Das doofe war, dass staendig wer versucht hat, mir eine der so zahlreichen kuwaitischen Fahnen in die Hand zu druecken. Bald hatte ich eine, kam mir aber selten behaemmert vor da neben diesem Feierstau mit so ner bummeligen Fahne rumzuwedeln. Aber man kann diese ja auch schlecht einfach irgendwo in den naechsten Muelleimer werfen, nicht zu diesem Anlass an dieser Stelle. Und kaum hatte ich es geschafft die Fahne mal irgendwo zu vergessen, kommt der naechste und drueckt mir freudestrahlend so einen Wimpel in die Hand. Ahhrrrg.

Zur Feier des Tages bekommt jeder der etwa 1 Million Kuwaitis, und das bedeutet nur die ohnehin reichen Staatsbuerger, nicht die armen Gastarbeiter, vom Emir etwa 2600 Euro geschenkt, kostenlose Grundnahrungsmittel fuer 14 Monate und die Gehaelter fuer Soldaten wurden um bis zu 115% erhoeht, also verdoppelt.  Das alles hat ganz bestimmt gar nichts mit den Revolutionen in Tunesien, Aegypten usw. zu tun. Da soll mal einer sagen es lohne sich nicht auf die Strasse zu gehen und fuer seine Sache zu kaempfen (das gilt so aber natuerlich nicht fuer Hostelmitarbeiter).

Das ist ein guter Anlass nochmals ueber die Befreiung vor 20 Jahren nachzudenken.  Der Golfkrieg damals war eines der Ereignisse, die mich politisiert haben.  Das waren grosse Demos damals, mit bis zu 200.000 Leuten die gegen die deutsche finanzielle Unterstuetzung des Krieges auf die Strasse gingen.  Uns war damals klar, dass es ein Krieg der Amis um den Einfluss aufs Oelgeschaeft war, und dass eine friedliche Loesung moeglich sei.  Vor allem war es, damit haben wir auf lange Sicht Recht behalten, ein zarter Anfang fuer deutsche Einsaetze im Ausland.  Vor 20 Jahren war das noch voellig undenkbar, heute stehen deutsche Soldaten tatsaechlich sonstwo in der Welt.

Die Kuwaiter sehen das ein bischen anders.  Fuer die standen da 34 Nationen zusammen, die ein aggressives Land wie den Irak in seine Schranken gewiesen haben.  Andererseits gab es damals einige diplomatische Wege zum Rueckzug, die aber alle von den Amis abgelehnt wurden, also die hatten schon wirklich Bock auf den Krieg.  Steht eben die Frage, ob man mit so Leuten wie Saddam Hussein verhandeln kann oder sollte, weil als besonders gespraechig und friedliebend hat er sich ja nicht gerade erwiesen, siehe diverse Massaker an den Kurden, der Krieg mit dem Iran etc.  Steht aber auch die Frage, wieso Israel die Westbank seit Jahrzehnten besetzen darf, aber der Irak nicht Kuwait.  Ist ist einfach unmoeglich bei diesen Ereignissen zwischen gut und boese zu unterscheiden, irgendwie haben die alle maechtig Dreck am Stecken.

Richtig ordentlich verrissen haben es damals die Palaestinenser.  Weil Saddam Hussein gegen Israel war und dahin auch ein paar Scud-Raketen abgefeuert hat, waren sie auf irakischer Seite.  Dooferweise hatten aber hundertausende von denen in Kuwait einen Job und ein Einkommen gefunden.  Nach der Befreiung Kuwaits sind die Palaestinenser hier hochkant rausgeflogen, durchaus verstaendlich aus kuwaitischer Sicht, fuer die Palis ein weiteres Drama.

Kuwaitis zum Fest

schick gemacht fuers Jubilaeum

Ampel

Drunter machen die es hier aber auch nicht. Wie waere es denn mit die Ohren langziehen fuer den Anfang?

Sklavenhalter

in den Malls kann man sich so nen Typen mieten, der einen dann den Einkaufswagen hinterherschiebt

Bushaltestelle

Bushaltestelle in Kuwait ...

Bushaltestelle Dubai

... und zum Vergleich in Dubai - mit Klimaanlage

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Posted in Kuwait

 

Revolution

24 Feb

„Es rettet uns kein hoehres Wesen, nicht Gott, nicht Kaiser noch Tribun,
uns aus dem Elend zu erloesen, koennen wir nur selber tun“

die Internationale

Demo Muscat

Demo in Maskat

Hui, da ist aber was los, in Tunesien, Aegypten, Libyen und neuerdings auch noch in Bahrein oder Marokko.  Selbst in Kuweit gab es die Tage ein bischen Krawall und auch im Oman demonstrierten 200 Leute.  Da hat offensichtlich jemand gesehen, dass man was erreichen kann, wenn man nicht immer nur die Klappe haelt und zu Allah betet, sondern wenn man auch mal sagt was einen so stoert.

Dabei ist das im Oman lustig:  Da Demonstrationen von der Regierung erlaubt werden muessen, machte so eine 200 Leute Demo gleich Schlagzeilen.  Dabei drueckten die Demonstranten wohl ihre volle Loyalitaet zum Sultan aus und wuenschten ihm alles Gute und stellten nebenbei ein paar Forderungen, was wohl vor allem was mit steigenden Preisen und den Loehnen zu tun hatte.

Zitat aus einem Forum im Netz:

Yes All Unauthorized demonstrations are prohibited by law. Anyone who plans, organizes or incites and promotes illegal demonstration will be violating the law.
If anyone has grievances to lodge or wishes to be heard by the authorities then the state has mechanism in place. An individual with complaints/grievances can always go to
A. His local Majlis Al Shura Representative
B. His local Shiekh
C. His local wali
D. Governor of the region.
Therefore its imperative the citizen/resident adheres to the laid down mechanism and follows the rules and regulations. Anything contrary to that will be assumed breach of the peace in public and liable to punishments as the law dictates.

Sabah Al-Ahmad Al-Jaber Al-Sabah

Sabah Al-Ahmad Al-Jaber Al-Sabah - der Emir von Kuwait

Omanirial

1 Omani Rial

Sprich, immer schoen an die Regeln halten, dann geht schon alles seinen Gang.  Die Regierung ist gut und kuemmert sich um alle Belange.  Und dabei steht der Sultan an und fuer sich immer voellig ausser Frage.  Diese Anbeterei der jeweils Herrschenden geht hier wirklich weit, eigentlich in allen arabischen Laendern.  Staendig haengt einem so ein Gesicht vor der Nase rum, von Plakaten, Haueserwaenden, als Bild in Geschaeften, ueberall.  Auf fast jedem Geldschein den ich bisher hier in der Gegend in der Hand hatte, laechelt einen immer das guetige Face des obersten Raeuberhauptmanns an.

Die Revolutionsgefahr ist in den arabischen Staaten lange nicht so gross wie in den nordafrikanischen Laendern.  Hier hilft viel Geld aus dem Oelgeschaeft den Staatsbuergern ein recht angenehmes Leben zu verschaffen.  So sind in Kuwait etwa 96% der Staatsbuerger beim Staat angestellt, sprich da wird verteilt was das Zeug haelt.  Es gibt ein kostenloses sehr gutes Gesundheitswesen, Bildung ist frei usw.  Man sieht etwa kaum eine kuwaitische Familie ohne philippinisches Kindermaedchen ausgehen, die Autos sind gut mit dem Attribut „dick“ zu beschreiben, also der wirtschaftliche Hintergrund ist schon ein ganz anderer.
Das gilt aber nur fuer die Minderheit der arabischen Staatsbuerger.  Die Mehrheitsbevoelkerung sind aber Gastarbeiter aus Asien oder Nordafrika, die teilweise in sehr prekaeren Verhaeltnissen leben.  Deren Aufenthaltstitel ist aber an die Arbeitsstelle gebunden, sprich wer da aufmuckt ist auch schnell wieder zu Hause.  Und da es ihnen hier immer noch etwas besser geht als in ihren Heimatlaendern, ist es auch nicht der Zeitpunkt fuer einen Sklavenaufstand.

Zeitung in Kuweit

Zeitung in Kuweit

Die Zeitungen und die vielen Fernsehsender berichten sehr ausfuehrlich ueber die Aufstaende.  Inzwischen starten hier einige Laender von sich aus Reformen, wohl im Versuch groesseren Protesten zuvor zu kommen.  Dabei wird unter anderem viel Geld unter den Staatsbuergern verteilt.  Tenor ist immer die Grossartigkeit des Fuehrers und wie grosszuegig, weitblickend, weise usw. er ist.  Ausserdem wird darueber spekuliert, wann es denn etwa in China so weit waere, dass da ne Revoluition ausbricht.  Und natuerlich wird diskriminiert was das Zeug haelt, so sind die Demonstranten in Bahrein natuerlich eine Minderheit, die versuchen das Land und die Region zu destabilisieren.  Aber der Koenig macht alles genau richtig, weil der will ja den Dialog.

Da kann man sich jetzt natuerlich erhaben drueber auslassen, und unsere eigene „Demokratie“ so loben, als haetten wir alle Probleme geloest und das Ende der Geschichte waere erreicht.   Ist ja auch anders bei uns, man kann in der Kneipe genuesslich die ganze Regierung zerreden und man selber haette ja sowieso alles ganz anders gemacht.  Das geht hier nicht, schon mangels Kneipe, aber auch ansonsten ist die Chance gross, dass das irgendwer mithoert und Platzmangel im Knast war noch nie ein Grund da nicht auch noch reinzupassen.

Nach meiner Erfahrung ist das in Deutschland aber im Grunde genau das Gleiche:  Man darf bei uns eine Menge in Frage stellen, selbst auch die Regierung und einzelne Personen.  Aber beim System an und fuer sich, diese parlamentarische Vertreterdemokratie in der Parteien angeblich die Interessen der Menschen vertreten, da ist dann sehr schnell Schluss mit lustig.  Als ob das das perfekte System waere.  Als ob das viel mit Mitbestimmung zu tun haette.  Als ob das irgendwie gerecht waere.  Als ob es eine Partei gaebe, die meine Interessen vertreten wuerde.

„Und wenn du was dagegen machts, sperren sie dich in den naechsten Knast“

Ton Steine Scherben

Zapfenstreich-Posse

aus sowas wird einem dann ein Prozess gedreht

Erinnert sei hier nur an einschuechternde Hausdurchsuchungen und Prozesse gegen Joerg Eichler, der es gewagt hatte, gegen eine Veranstaltung der Bundeswehr zu demonstrieren.  Oder ganz aktuell, wurden die Raeumlichkeiten eines Vereins von den Cops zerlegt, weil da Unterstuetzer fuer Antifa-Blockaden vermutet werden.  Das sind keine Einzelfaelle, sondern Beispiele. Wer mal gegen einen  Castor-Transport demonstriert hat oder bei irgendwelchen G8-Protesten war, der lernt recht schnell die Grenzen unserer gefeierten Versammlungsfreiheit kennen.  Und genau diese Regierungen fordern jetzt diverse arabische Herrscher auf, keine Gewalt gegen friedliche Demonstanten anzuwenden?  Haha, ich will unsere Polizei sehen, wenn es bei uns ernst damit wuerde die Merkel davonzujagen.  Die drehen ja schon frei, wenn ein paar Leute gegen einen Bahnhofsumbau demonstieren.

Wahlplakat

Wahlplakat - eines fuer alle

Aber der Hauptwitz ist ja die „Demokratie“ selber.  Solange das Wahlvolk die richtigen Parteien waehlt, sprich die, die an dem bestehenden Ungerechtigkeiten ein bischen rumdoktern, so lange ist alles fein.  Aber wehe es kommt mal was raus, was nicht passt.  Da faellt mir spontan ein, wie den Palaestinensern, nachdem sie mehrheitlich die Hamas gewaehlt hatten, die weitere Unterstuetzung aus Europa versagt wurde.  Oder wie die Iren ein zweites Mal zur EU-Verfassung abstimmen mussten, weil sie beim ersten Referendum falsch abgestimmt hatten.  Was fuer ein Kaspertheater ist das denn?

Und was mir da bei jeder Wahl zur Auswahl hingestellt wird finde ich sowas von deprimierend, dass ich mir die Waehlerei seit Jahren ganz schenke:  Bei den Gruenen gefaellt mir der oekologische Ansatz, aber leider kann ich keine Partei waehlen, die Soldaten ins Ausland schickt um da irgendwelche Interessen zu vertreten.  Meine ganz sicher nicht.  Ich stimme zwar den Liberalen zu, dass bei uns alles ueberreguliert ist.  Ich  wundere mich nur, warum eigentlich immer nur die Reichen ueberreguliert  sind.  Ich finds auch gut wenn die Linke sich fuer ein sozialeres System einsetzt.  Ich finde aber auch, das es mehr Wuerde hat, sich sein Geld selber zu verdienen als es einfach nur von denen umverteilen zu wollen, die angeblich mehr davon haben.  Welche Partei soll ich denn waehlen?  Geht doch gar nicht.

Wahlergebnis

Wahlergebnisse real

Richtig sprachlos bin ich jedes Mal bei den Wahlen,  bei denen alle Parteien mit nahezu identischen Plakaten und auswechselbaren Slogans meine Augen beleidigen.  Der ganze Spass ist doch schon ad absurdum gefuehrt, wenn man bedenkt, dass bei einer Wahlbeteiligung von 60%, wenn dann eine Partei mit 40% gewinnt, dann sind es doch ergo noch etwa 25% der Bevoelkerung, die diese Leute gewaehlt haben.  Und jetzt bitte nicht sagen, wer nicht mit abstimmt, dem ist es egal.  Ich stimme nicht mit ab und mir ist es nicht egal, aber es gibt einfach nichts in der Auswahl, was fuer mich dabei waere.  Und dabei bin ich sicher kein Einzelfall.
Und dann kommen immer grosse Stimmen, so von wegen die Waehler haetten dem jeweiligen Gewinner das Vertrauen ausgesprochen.  Das Vertrauen ausgesprochen???  Die haben das Kreuz da gemacht, weil es das kleinere Uebel war und weil einfach nur noch groesserer Mist auf dem Wahlzettel stand!  Die nehmen ihre Legitimation daher, weil weniger als 25% der Waehler sie fuer das kleinere Uebel halten und sprechen dann davon, dass der Waehler ihnen das Vertrauen ausgesprochen haette.  Gehts eigentlich noch?

Sultanlolli

die brauchen unbedingt ein paar neue Koepfe

Deswegen, wenns nach mir geht, nehmen wir uns an der Arabern ein Beispiel und jagen erstmal die Regierung in die Nordsee, da macht man nie was verkehrt.  Und wenn wir gerade dabei sind die ganzen Parteien und den ganzen Betrug um die parlamentarische „Demokratie“ gleich mit.  Und dann ueberlegen wir mal alle zusammen, wie wir in Zukunft zusammen Entscheidungen treffen wollen.  Mein Vorschlag waere fuer den Anfang, dass man fuer bestimmte Entscheidungen dann nicht mehr Parteien waehlt, sondern bei verschiedenenen Politikfeldern jeweils eine Richtung festlegen kann.  Atomkraft ja/nein, gemeinsame Schule bis zur 8. Klasse ja/nein, Vermoegenssteuer ja/nein usw.

Aber gespannt bin ich ja trotzdem, wie das bei den Arabern so ausgeht.  Mein Tip:  Wahrscheinlich wird sich in den einzelnen Laendern jemand finden, auf den die Leuten grosse Hoffnungen haengen.  Der wird dann mit viel Begeisterung gewaehlt oder bestimmt und nicht lange spaeter haengt eben ein neues Gesicht von den Haeuserwaenden.  Und so weiter und so fort.

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fast forward

18 Feb

Ich hatte mal beim Arbeitsamt eine Mutti mit ihrem ziemlich volljaehrigen Sohn neben mir rumzusitzen, die belegte den die ganze Zeit, du kannst doch eh nichts, nur rumhaengen, nicht arbeiten, du findest sowieso keinen Job, das war der Ton.  Genau, sie wird damit auf jeden Fall Recht behalten.
Es ist erstaunlich,wie sehr die meisten Grenzen im Kopf bestehen.  Wenn man sich frueh 100km vornimmt, dann schafft man die auch viel wahrscheinlicher, als wenn man sich nur 80km vornimmt.  Mein mir selbst gesetztes Reiseziel mit dem Fahrrad war mit Maskat erreicht.  Genau hier ist jetzt auch die Luft ein bischen raus.  Ich bin sicher, haette ich mir vorgenommen bis Aden oder Mombasa zu fahren, dann waere das auch gar kein Thema gewesen.   

Benzinpreise

ihr muesst den Preis aber noch verdoppeln, der Kurs ist 1 Rial = 2 Euro

Und nun?  Die komplette Gefuehlslage zu erklaeren waere jetzt zu komplex, es hat auch was mit praktischen Gruenden zu tun. Viele der wirklich interessanten Gegenden sind mit dem Fahrrad nur relativ schwierig zu erreichen, die Zeit fuer eine sinnvolle Runde zu knapp.  Aber vor allem hatte ich Lust auf Abwechslung, mir war es auf dem Rad ein bischen langweilig geworden. Man will ja auch nicht das ganze Leben immer mit der gleichen Frau zusammen sein. 

Was ich schon ewig mal machen wollte, war mit einem Allradauto die ganzen Pisten langfahren, wo man mit dem Rad gar nicht (weil zu steil) oder nur mit extremer Anstrengung hinkommt.  Also so.  Ich dachte mit 4,5l Hubraum und irgendwas um die 200PS mache ich erstmal nichts verkehrt.  Und es gibt nicht viele Ecken auf der Welt, wo das Benzin fuer solche Maschinen noch bezahlbar waere, wo kriegt man noch 100l fuer 25 Euro?  Da kann man auch mal den Motor laufen lassen, damit die Klimaanlage schoen weiter kuehlt wenn man mal aussteigt.  Oder man kann den Motor auch einfach laufen lassen, weil man es einfach kann, das macht dann erst richtig Spass.
Ausserdem liegt mir unsere Umwelt sehr am Herzen und da ist es viel oekologischer das Benzin gleich hier vor Ort zu verbrauchen als es erst muehsam bis nach Europa zu transportieren, das spart ordentlich Emmisionen und Co2. Und fuer eine nachhaltige Entwicklung ist es schliesslich auch wichtig, lokale Wirtschaftskreislaeufe zu unterstuetzen. 

Piste

Piste

Und ja, es macht Spass.  Auf Asfalt muss man am Berg schon mal in den dritten Gang runterschalten.  Und wie die Kiste da im Gelaendegang steinigste steilste Berge hochfaehrt, da bleibt einem manchmal das Herz stehen, aber es nuetzt nichts, man muss ja eh weiter fahren, umdrehen geht gar nicht.  Selbst steil runter kontrolliert man das Auto fast nur mit dem Gaspedal, weil die haben natuerlich auch eine ordentliche Motorbremse.

Sandwueste

durch den Sand "surfen"

Leider braucht man fuer Fahrten durch die Sandwueste ein zweites Fahrzeug und noch etwas mehr an Equipment, ne Schaufel etwa, aber ein bischen am Rand bin ich im Sand rumgefahren, das macht total Laune.  Irgendwie hat man Lust sich eine weisse Kapitaensmuetze aufzusetzen und an einem dicken Nebelhorn zu ziehen, weil das Auto benimmt sich dann ein bischen wie ein Schiff auf dem Wasser, die Bewegungen werden weicher, es ist wie als wuerde man auf dem Sand schwimmen.  Fetzt. 

Autoumfall

ein Fahrzeug ist doch kein Spielzeug - und warum haben die nicht einfach an der Seite noch Raeder?

Ich hab ein bischen rumprobiert was die Kiste so alles kann.  Dabei ist die Kraft, die man hat, die eine Sache, die aber leider nicht die Existenz bestimmter physikalischer Gesetze aufhebt.  Bei dieser sehr lehrreichen Aktion hat die Vermietung leider ein Auto eingebuesst.  Schuld sind ganz klar die Russen, weil ich als armes Ossikind nicht genug Matchbox hatte mit denen ich mich spielerisch auseinander setzen konnte, weswegen ich das nun in echt machen musste.  Macht nichts, ist nichts passiert und fuer das Auto gibts ne Versicherung.  Und da gewinnen bedeutet einmal mehr aufzustehen als man hingefallen ist, hatte ich bald ein Ersatzauto und bin noch was weiter rumgefahren.  Ich hatte nur Sorge, weil mein Fuehrerschein liegt natuerlich in Dresden auf meinem Tisch, aber das war erfreulicherweise kein Problem. 

Dabei hab ich immer wieder Taxi fuer irgendwelche Omanis gespielt.  Da das Busnetz mit viel guten Willen maximal als rudimentaer bezeichnet werden kann, ist es sehr ueblich zu trampen.  Die Kommunikation erwies sich aber leider als quasi nichtexistent, mangels gemeinsamer Sprache.  Ist doof, sitzen die schoensten Typen neben einem im Auto, aber man kann nicht reden.  Das geht mir wirklich immer mehr auf den Wecker.  Gebt mir endlich einen Babelfish!
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Zeltplatz am Meer

auch mit nem (Allrad)auto findet man schoene Zeltplaetze

Per Auto ist es ein bischen als haette man an seinem Recorder die FastForward-Taste gedrueckt, geht alles ein bischen schnell.  Auf Dauer wird das nicht meine liebste Art der Fortbewegung, aber so ne Woche lang kann man das schon mal machen.

Die Landschaft lohnt aber wirklich und ist sehr abwechslungsreich, zumindestens im Norden des Landes.  Im Sueden ist eher oede Steinwueste.  Tief eingeschnittene Wadis denen man im Tal viele Kilometer tief folgen kann, am Ende gibts dann gerne ne schicke Wanderung oder ein paar Bademoeglichkeiten.  Oder auf diverse Hochplateaus die abenteuerlichst in den Berg gebrochensten Strassen.  Das Gebirge faellt teilweise direkt ins Meer ab, die Sandwueste beginnt dann gleich auf der anderen Seite. 

Wadi Shab

Ab hier gehts im Wadi nur noch schwimmend weiter. Ist schoen warm und wildromantisch.

Autowerkstatt

Beduinen Autowerkstatt

Wuestenstrasse

auch geil, die Strasse mitten durch die Sandwueste

Kamel auf der Strasse

Ein echt doofes Problem, immer wieder stehen da Kamele auf der Strasse rum. Die haben auch echt die Ruhe weg, das dauert eh die mal zur Seite gehen, da kann man hupen wie man will.

Omani

der war echt nett - und man beachte wie gut die Farbe des Hemdes mit der des Autos harmoniert

Omanis

die Jungs von der Mauer

Markttag

hier wird auf dem Markt irgendwas ueber die Ziegen verhandelt

Pool

da kann man fantastisch baden gehen

Warnschild

... auch wenn da seltsame Schilder rumstehen: "Ertrinken ist jetzt beliebt"

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Muscat, Maskat oder auch Masqat

07 Feb

Es gibt keine einheitliche Schreibweise der arabischen Woerter in lateinischen Buchstaben, deswegen werden die Ortsnamen auf die verschiedensten Arten geschrieben.  Vokale sind irgendwie voellig egal, ich hatte schon Schilder und Namen auf der Karte fuer ein und das selbe Nest:  Sint, Sant und Sent.  Ich komme uebrigens aus Drisdin, aber vielleicht auch aus Drusdan, ist auch egal, kennt eh keiner.  Ist jedenfalls in der Naehe von Borlan.

Matrah

Matrah, der Stadtteil wo auch der Hafen in der Bucht ist. Eigentlich auch ein Dorf fuer sich.

Stadtteil in Muscat

Stadtteil in Muscat

Wenn man sich ueblicherweise eine Stadt vorstellt, dann denkt man da an ein mehr oder weniger kompaktes Gebilde, vorzugsweise noch mit nem Zentrum und so.  Hier gehen aber schroffe Berge bis an die Kueste und fast alle Stadtteile wurden nach 1970 neu erbaut, weil die Stadt eben schnell gewachsen ist.  Und Platz dafuer ist dann aber erst wieder im naechsten Tal.  Deswegen ist es eher sowas wie ein Grossraum, der aus ganz vielen kleineren Ortschaften besteht.  Das eigentliche Muscat, da wo frueher der Hafen war und heute der Sultanspalast steht, ist nicht viel mehr als ein kleines Dorf in einer Bucht, genau wie die ganzen anderen Orte an der Kueste.
Es ist voellig ausgeschlossen mal in den naechsten Stadtteil zu Fuss zu gehen, es sei denn man macht gern 10km Spaziergaenge in der Mittagshitze neben der Autobahn.  Und auch per Rad ist es nervend und anstrengend auf den ganzen Schnellstrassen und Stadtaautobahnen immer wieder ueber steilere Berge zu fahren.

Trotz dass die „Stadt“ in dieser Form erst in den letzten Jahren ueberhaupt entstanden ist, hat sie aber durchaus Charakter.  Es gibt keine Hochhaeuser, nur wenige Gebauede sind hoeher als 3 Stockwerke und jedes Haus, selbst jedes schnoede Buerohaus, hat noch irgendwas arabisch-orientalisches in der Fassade, seien es Zinnen auf dem Dach oder entsprechende Fenster oder ein paar Verzierungen an der Front.  Die meisten Haeuser sind weiss, das ergibt dann zusammen auch ein Bild.

des Sultans Yacht

des Sultans Yacht

Im Hafen liegt die dicke Yacht des Sultans, den Palast in Maskat selber benutzt er wohl nur so vier Mal im Jahr fuer offizielle Anlaesse. Braucht er auch nicht oefter, er hat ja noch drei andere Palaeste im Land.  Hier macht regieren auf jeden Fall noch Spass, nicht wie in Deutschland, wo dir als Politiker ja noch die letzte geschenkte Flugmeile geneidet wird.  Aber es ist ein wirklich toller Sultan der richtig viel an sein Volk weitergibt und hier wunder was in die Infrastruktur steckt und das Land quasi aus dem Nichts wieder aufgebaut hat.  Es gibt die wildesten Geruechte um ihn, so soll er wohl mehr Spass mit Maennern als mit Frauen haben, dafuer gibts fuer die Huebschesten auch mal ein Auto geschenkt.  Bei seiner „Meet-the-people“ Tour fallen angeblich auch immer wieder Geldscheine aus dem Autofenster.  Dabei brauch er das eigentlich gar nicht, der ist auch so schwer beliebt.

Muscat City Festival 2011

alle warten aufs Eselreiten

Hier findet gerade das Muscat City Festival statt.  Stellt euch das wie ein Volksfest in einem Park vor, zwischen grossen Sponsor-Werbetafeln diverser Banken und Automarken stehen dann ein paar Buehnen, Fressbuden usw. rum.  Das bemerkenswerteste ist, dass das ganze Fest natuerlich 100% alkoholfrei ist.  In Deutschland unvorstellbar, und ich gehoere wohl auch zu den Leuten die dann eher zu Hause bleiben wuerden als da noch hin zu gehen, aber das ist tatsaechlich eine so entspannte Atmosphaere, wirklich gut.
Innerhalb des Gelaendes haben die hier so ein „Heritage-Village“ aufgestellt, wo dann irgendwelche armen Schweine die ganze Zeit ununterbrochen Wasser schoepfen, mit nem Pflug 5m Sand hin und her

Show

Gab auch ein paar Kultureinlagen. Die hier hatten eine Schlittschuhshow. Man beachte, die sind schon voll angezogen, aber ein Teil der Klamotte ist hautfarben.

umpfluegen oder Frauen stundenlang im Kreis rumgehen mit nem Krug auf dem Kopf – einfach um zu zeigen wie es frueher mal so war.  Dabei hatte ich aber ernsthafte Probleme die Darsteller von den Zuschauern zu unterscheiden, weil ausgesehen haben die alle voellig gleich.

Geil war abends die Lasershow mit Feuerwerk.  In der Mitte des Parkes ist ein grosser See, ueber dieser Flaeche fand das dann alles statt.  Und war wirklich abgefahren, Bilder bekannter Gebaeude wurden in 3D in die Luft projiziert, dazu natuerlich noch Fontaenen auf dem Wasser, Musik und ueberhaupt.  Fuer 40 Cent Eintritt lass ich mir das schon mal gefallen.  Und das machen die einen ganzen Monat lang jeden Abend.  Wenn man Erdoel in so eine feine Show verwandeln kann, dann koennen die meinetwegen noch viel mehr von dem Zeug aus der Erde holen.

Sultanspalast Muscat

Einer der Palaeste des Sultans. Das ist das eigentliche Maskat, ne enge kleine Bucht mit Bergen ringsum. Und auf jeder Kuppe in der Umgebung steht so ein Wachtuermchen rum

Betti und Tom

die besten Freunde trifft man oft, ganz ueberraschend, unverhofft - Betti und Tom aus Dresden sitzen da auf einem Stopover auf dem Weg nach Bangkog in so einem Cafe rum.

Lady

Irgendeine Beauty modelte da am Strand fuer einen Fotografen. Ich hab natuerlich empoert weggeguckt.

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auf dem Weg nach Maskat

05 Feb

Duracell HaeschenDer letzte Dealer muss mir statt dieser lustigen Pillen eine Duracell-Batterie angedreht haben.  Und seitdem radele ich ebenso unermuedlich wie dieses Haeschen in der entsprechenden Werbung.  Dabei hab ichs eigentlich gar nicht eilig, aber da ich fast nur noch zelte gehts eben am naechsten Tag immer wieder weiter.

von Al Hamra nach Hat

Die geilste Strasse der Welt. Stuerzt sich da voellig verrueckt 1000 Hoehenmeter in die Tiefe.

Dabei ist der Oman landschaftlich ganz weit vorn.  Wenn man erst mal von dieser trostlosen Kuestenautobahn weg in Richtung Berge ist, dann wird es wirklich absolut atemberaubend.  Die Strassen gehen bis 2000m hoch, und dann durch steile Taeler wieder runter.  Dabei wird man dann gern mal von so einer „Adventure“-Offroad Safari ueberholt, das sind dann mehrere Allradwagen in denen dicke Touris sich von omanischen Fahrern die Berge hochkutschen lassen.  Hinten faehrt dann sogar noch ein Auto leer mit, als Backup.  Und ich schwitze mich da irgendwelche 18%-Steigungen hoch und schleppe auch noch Essen fuer mehrere Tage mit.  Wo ist mein Backup?  Ach klar, ich hab ja kein Adventure gebucht.

Festung Nakal

das Fort von Nakal, sowas steht hier aber in jedem zweiten Nest rum

Zur Abwechslung und Unterhaltung gibts zwischendurch mal immer eine Burg oder ein paar Wachtuerme zu sehen.  Im Gegensatz zu den Emiraten, in denen die Touriplaetze immer irgendwie angelegt und kuenstlich und absolut tot aussehen (Gruesse an die Frauenkirche und den Neumarkt in Dresden), gibts hier tatsaechlich sowas wie Geschichte, sogar ne ganze Menge davon.

Ghul

verlassener Bergort, gleich daneben wurde ein neuer Ort gebaut, diesmal aber mit Strassen zwischen den Haeusern

Hin und wieder trifft man auf ein paar verlassene verfallende Ortschaften, vorzugsweise solche, wo es zu steil oder zu eng ist mit dem Auto drin rum zu fahren.  Ueberhaupt ist es das totale Autoland.  Kann man den Jungs hier auch nicht sonderlich uebel nehmen, bei Temperaturen im Sommer irgendwo zwischen 40 und 50 Grad verdunstet man wahrscheinlich alle 2 Minuten 10% seiner Koerpermasse oder so (und das kann bei manchen Leuten hier dauern).   Das hat zur Folge, da das ganze Land ja in den letzten 40 Jahren mit dem Autoverkehr wieder auferstanden ist, dass sich die ganzen Orte entlang der Strassen entwickelt haben und es teilweise ewige Entfernungen zum Gemueseladen sind.  Hotels stehen einfach irgendwo in der Landschaft, Hauptsache an der Strasse, so ist man ja sowieso mit dem Auto schnell ueberall.  Wenn man ein Auto hat und nicht wie ich, ein klappriges Damenrad.  Doch eines Tages, werd ich mich raechen…

Leider komme ich den Arabern nicht besonders nahe.  Aus und vorbei ist’s mit dere iranischen Herzlichkeit und Offenheit.  Alle sind superfreundlich und immer hilfsbereit, wirklich klasse, gar keine Frage.  Aber die Leute hier sind Auslaender gewohnt, man ist eben Touri, kommt und geht und niemand klagt mir sein Leid wie schlecht die Regierung sei.  Reisen ist aber sehr entspannt, weil keiner ist auf die Kohle der Touris wirklich angewiesen, weswegen man, vom gelegentlich freundlich gruessendem Inder abgesehen, voellig unbehelligt durch die Gegend spaziert.  Leider haben sie aber Fotos von sich oder gar von ihren Angetrauten nicht besonders gern, dabei sind sehr viele wirklich sehr fotogen.  Sorry Leute, muesst ihr mal selber hinfahren.

Sohar

Sohar, hier kommt immerhin Sindbad der Seefahrer her

Das spannendste ist eigentlich dieser Spagat zwischen Tradition und Moderne.  Ich glaube die Araber hier sind wirklich sehr traditionell drauf, man trifft echt kaum einen, der nicht im Nachthemd rumlaeuft.  Trotzdem ist alles sehr modern und fortschrittlich und die Orte bestehen deswegen aber nicht aus Plattenbauten oder Wolkenkratzern, sondern die kriegen es hin im traditionell-arabischem Stil neu zu bauen.   Das alles strahlt so viel Staerke aus, die haben es gar nicht noetig, wie, nochmals Iran, Gaestinnen unters Kopftuch zu zwingen.
Normalerweise verbindet man im Kopf mit dem Islam irgendwas rueckstaendiges, denkt an arme Leute die nicht viel mehr haben als ihre Religion.  Aber irgendwie passt das ueberhaupt nicht mit dem Bild zusammen, was man hier zu sehen bekommt, wohlhabende gutsituierte Menschen die trotzdem extrem traditionell drauf sind.  Dieser „Kontrast“ ist das eigentlich faszinierende hier.

Trinkwasserspender

An vielen Stellen stehen diese Trinkwasserspender. Da gibts immer frisches und kaltes Wasser.

gruenes Tal

es hatte mal einen Tag geregnet, da wird es dann gleich etwas gruener in den Wasserablaeufen

Steinbusen

Hatten wir das nicht schon mal?

Bergort

ein kleiner Ort in den Bergen

Trinkwasserauto

Im ganzen Land fahren diese Kisten Trinkwasser bis ins allerletze Dorf - kostenlos!

Haus unter Dattelpalmen

ein verfallendes Haus am Rande der Dattelpalmenplantage

Omanis

Hier hab ich doch mal ein paar von den Jungs vor die Kamera gekriegt. War in einem kleinem Dorf.

Wanderweg

Ihr seht nicht zufaellig auch den Wanderweg der da am Hang dieses 1000m tiefen Canyons lang geht?

Fussballplatz

im Gebirge ist wenig Platz, die geht die Strasse auch mal ueber den Fussballplatz

Fliegen

Ein wirklich sehr sehr nerviges Problem: Fliegen, zu Hunderten. Liegt aber nicht an mir, weil das Problem gibts nur an bestimmten Stellen. Ich hab schon mal um mich schlagend das Weite gesucht.

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Oman

28 Jan
Emiratis

junge Emiratis

Bangladeshi

die stellen sich ein paar Bangladeshi in die Gegend, die dann den Muell aufsammeln den die einfach aus dem Autofenster werfen

Ich hatte mal einen Physiklehrer, der kam, noch ganz am Anfang eines Schuljahres, in die Klasse, und sagte:  Buecher, zu, jeder nimmt ein leeres Blatt, links oben Name, rechts oben Datum.  Alles stoehnte, weil so fangen ueblicherweise Klassenarbeiten an.  Dann diktierte er, das war so ueblich erst die Fragen aufschreiben, dann hatten wir Zeit fuer die Antworten:  „1. Ist es wirklich sinnvoll“ – und alle schrieben: „Ist es wirklich sinnvoll“, dann er wieder: „schon in der zweiten Stunde“, was wiederum alle aufschrieben, „schon eine Klassenarbeit zu schreiben“.  Kann sein es gab noch ein paar Leute, die auch das noch mitschrieben.
Denselben Physiklehrer hatten sie dann mitten in den Abi-Vorbereitungen von der Schule genommen, weil er mal irgendwas mit der Stasi zu tun hatte.  Es ist ja eine erwiesene Tatsache, dass die Physik und die Stasi die unheimlichsten Verbindungen eingehen.

Nicht ganz zo witzig war es im Geounterricht, was mir ausreichend Gelegenheit gab, den verpassten Nachtschlaf nachzuholen.  Vielleicht haette ich damals etwas weniger von Daniela Herrmann traeumen, sondern doch besser zuhoeren sollen, dann waere mir die Sache mit dem Nordostpassatwind vielleicht noch etwas gelaeufiger gewesen.  Dieser jedenfalls macht mir nun entweder das Leben richtig schwer, wenn er einfach wirklich ausdauernd sehr konkret von vorne weht.  Oder es auch zu einem einzigen Vergnuegen, wenn ich gerade Richtung Suedwesten fahre.

Also verglichen mit den Emiraten oder dem Oman ist der Iran der reinste Sexshop.  Man sieht wirklich selten arabische Frauen auf der Strasse und wenn, dann auch nur komplett verschleiert.  So etwas wie ein nur sehr lose gebundenes Kopftuch gibts gar nicht.  Andererseits koennen aber alle nichtmuslimischen Frauen so rumlaufen wie sie wollen, niemand stoert sich dran wenn die Lady an der Hotelrezeption nen kurzen Rock anhat oder leicht rundliche Touristinnen ihre verbrannten Dekolletees durch die Gegend tragen.

Labour

Labour - aus Pakistan

Im letzten Artikel lobte ich die Emirate, weil sie so schoen multikulti seien.  Nun, bei etwas naeherer Betrachtung sieht das dann konkret so aus, dass der Araber mit seinem dickem Auto durch die Gegend faehrt und in schicken Villen wohnt, waehrend der gemeine Inder oder Pakistani so wichtige Aufgaben erfuellt wie Muell aufraeumen, Rasen kaemmen oder diese Imbissbuden zu betreiben.  Ich war auch zufaelligerweise in so einem Barackenlager neben einer Fabrik irgendwo mitten in der Landschaft neben der Autobahn, in der ne Menge Pakistanis existierten.  Auf die Frage was sie hier eigentlich machen, antwortete einer: „Labour“.  Und genau das sind sie wohl, Arbeitskraft.
Nuetzt ja auch nichts irgendwie rumzustreiken oder sonstwie die Klappe aufzureissen, weil da gibt diese lustigen Dinger die aussehen wie ne Gurke in weiss mit den zwei grossen flachen laenglichen Scheiben an der Seite, da kann man sich dann reinsetzen und schwupdiwups ist man wiederbei seinen 7 Geschwistern in Pakistan.

Omanis

diese jungen Omanis hatte ich mit ner Flasche Whisky erwischt...

Omanis im Auto

ist ein totales Autoland, hier steigt keiner mehr aus

Ist ja auch schlau die ganzen Deppenjobs nicht selber machen zu wollen.  In Deutschland bewerben sich ja sogar noch die Leute, mit Lebenslauf und Zeugnissen, fuer so erfuellende Aufgaben wie an der Supermarktkasse kassieren oder auf Baustellen im Dreck zu wuehlen.  Und sind dann auch noch ganz stolz drauf arbeiten zu gehen.  Und das sind dann auch noch ausgerechnet die Leute, die am lautesten „Auslaender raus“ bruellen, Hilfe, euch koennte ja jemand den Malocherjob wegnehmen.

Ich hatte inzwischen auch schon das Vergnuegen mal in einem der Ferienresorts hier zu landen. Nicht zum pennen, eher findet man mich mit nem Alf-Kostuem in der Semperoper als in so einem Laden, sondern weil ich da was wegen einer Tauchschule angefragt hatte.  Und da liegen sie in der Sonne, all die europaeischen Dackdeckermeister und Backwarenfachverkaeuferinnen und halten ihre Bauchfalten in die Sonne und geben die Kohle aus, fuer die sie die restlichen 50 Wochen im Jahr hart geknutet haben.
Apropos Backwarenfachverkaeuferin, das ist wohl ein Job, den es, angefangen beim Wort selber, bis zur Taetigkeit an und fuer sich, auch nur im deutschen geben kann.  3 lange Jahre Ausbildung mit IHK-Qualifikation, wofuer? „Drei Broetchen bitte“ – “ Ein Euro Zehn“.  Und dann steht man da, frueh um 7 und reicht, schon mit schlechtem Gewissen, einen 20 Euro Schein ueber den Tresen, weil man sein ganzes Kleingeld gestern Abend in der Kneipe gelassen hat. Und man weiss genau was jetzt kommt: „Hammses ni kleener, das kann ich jetzt noch ni wechseln“  Nein, hab ich nicht und vor allem jetzt um die Zeit gar keine Lust mich um solche Probleme zu kuemmern.

Picknick

Picknick mit der Family

Aber ich schweife ab.  Oman.  Grossartiges Land, stolze, selbsbewusste Leute, modern mit Tradition, hochsommerliches Wetter, viele neue Strassen.  Irgendwie hat es der Sultan, der 1970 seinen eigenen Vater abgesetzt hat, hingekriegt das Land innerhalb der letzten 40 Jahre von einem voellig zurueckgebliebenen Wuestenland zu einem durchaus modernen Land zu machen.  Und dabei haben die nicht so viel Oel wie etwa die Emirate, was denen die allerschlimmsten groessenwahnsinnigen Eskapaden erspart hat, sondern hier ist auch ne Menge aus eigener Kraft und durch Arbeit entstanden.  Und dabei hat der nette Sultan sich nicht alles selber eingesteckt, sondern auch seinen Jungs im Land ordentlich was abgegeben. So gab es vor 1970 irgendwie nur 10km asfaltierte Strasse, wo heute ein ziemlich gutes Strassennetz existiert, das Gesundheitswesen ist kostenlos, und einmal im Jahr macht der Sultan irgendwo im Land einen Ueberraschungsbesuch irgendwo und man kann hingehen und sich was wuenschen, was er dann erfuellt, eine neue Schule etwa oder so was.  Demokratie gibts keine, aber ehrlich, wer braucht sowas wenns einem eigentlich gut geht?

Typ

Typ "von hier"

Pakistani

den fand ich auch toll, ein Pakistani aus Dubai

Musandam Strasse

total schick, an diesem noerdlichsten Zipfel der arabischen Halbinsel geht 40km diese geile Strasse da genau an der Kueste entlang - links spannend, die Berge, rechts langweilig, das Meer

Khor an Naji

und da sind dann ganz viele Fjorde, die meisten sind nur vom Wasser aus zugaenglich. Im Gegensatz zu Norwegen kann man aber baden gehen ohne hinterher bestimmte Koerperteile suchen zu muessen.

Lolli taucht

Lolli taucht

taucht

hier nochmal, etwas entspannter

moderne Moschee

Fast alle Moscheen sind neu gebaut. Da gibts sogar mal sehr stylische Architektur.

Villa

So kann man doch leben. So was sieht man oft.

Baracken

als Labour kann man aber auch so wohnen

Freitag

Freitag nach Eins, macht jeder sein - zur Gebetszeit am Freitag sind die Orte wie ausgestorben und alle haengen in der Moschee rum

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in den Emiraten – Ankunft in Sharjah

13 Jan

Fahrt schneller!  Heizt eure Wohnungen!  Kauft mehr irische Butter!  Je mehr Oel wir verfeuern, umso besser gehts den Leuten hier unten am Golf.  Ich steige aus der Faehre und krieg den Mund nicht mehr zu, staunend und fassungslos fahre ich durch die Stadt.  So muessen sich die Ossis 1989 in Westberlin gefuehlt haben.

Sharjah

Sharjah

Sharjah

Nein, das ist nicht Dubai, das ist Sharjah, eine kleinere Stadt etwa 20km noerdlich.

Unigebaeude

Geschmack haben sie - eines von vielen Gebaueden der Uni

Es sieht hier genau so aus, als wenn jemand Civilisation extrem erfolgreich gespielt haette.  Ein Meer aus Wolkenkratzern durchzogen von perfekten Strassen gesaeumt von gruenen Wiesen und Palmen, dazu ein paar gelegentliche Fussgaenger aber vor allem ne Menge grosser, sauberer, moderner Autos. Der Verkehr summt eher als dass er roehrt.  Englisch ist hier die gaengige Umgangssprache, ich kann mit allen reden!  Alles ist neu, die ganze Stadt wurde quasi innerhalb der letzten 40 Jahre gebaut.  Dazu perfekt sommerliches Wetter ohne zu heiss zu sein – also die Welt ist gerade wunderschoen.

Ist ja auch leicht, koennte man denken, mit unbegrenzten Credits, um mal in der Spielewelt zu bleiben, baut ja jeder easy seine Traumstadt.  Ist aber nicht ganz so einfach, auch Iran oder etwa Nigeria haben ne Menge Oel, aber irgendwie sieht die Welt bei denen ganz anders aus.  Vor allem haben die Araber etwas, was man auch fuer viel Geld nicht kaufen kann, und das ist Geschmack. Man kann eine Stadt natuerlich mit neuen modernen Gebaeuden zupflastern, aber ueblicherweise kriegt man davon nen Augenschaden wegen Haesslichkeit.  Das geht mir hier gerade gar nicht so, irgendwie sieht alles auch noch nach was aus.

Staendig stehen so ein paar indische oder pakistanische Gaertner am Strassenrand und zuppeln da was am Rasen rum.  Ist auch sinnvoll hier alles entweder zuzubetonieren oder eben mit Gras zu bepflanzen, weil ansonsten fliegt einen der Sand um die Ohren.  Nichtmuslimische Frauen duerfen auch ohne Kopftuch rumlaufen und das sieht man auch sehr haeufig.  Tut gut, ein sehr willkommene Abwechslung.  Viele Laeden sind 24 Stunden offen und das Strassenbild ist bunt gemischt, 80% der Bevoelkerung sind Auslaender.  Niemand fragt mich mehr woher ich komme, hier ist sowieso jeder von irgendwoher.  Wenn es noch eines Beweises gebraucht haette, dass multi-kulti ein Erfolgskonzept ist, dann waere der hiermit erbracht.

Ich musste mich erstmal wieder an die Existenz von Ampeln und Vorfahrsregeln gewoehnen.  Hier wird tatsaechlich vorm Kreisverkehr gewartet und nicht einfach geradezu reingefahren und gedraengelt und genoetigt was das Zeug haelt.  Autos haben hier Bremsen, Richtungen fuer Fahrspuren haben eine Bedeutung.  Auf einmal bin ich wieder der Rowdy.
Ausser ein paar einzelnen Pakistanis faehrt hier auch absolut niemand mit dem Fahrrad, das gibts hier schlicht nicht.  Ich seh hier mit meinem staubigen Rad zwischen den ganzen dicken glaenzenden Kisten aus wie ein Dominikanermoench beim Besuch beim Papst.  Voellig schraeg.

.im Hostel in Sharjah

hinten der Algerier, links der brasilianische Fussballer, rechts der filipinische Verwalter - und eine ungemein soziale Atmosphaere

Derzeit penne ich in der Jugendherberge hier, die Nacht im 3er-Mehrbettzimmer  fuer 14 Euro, das ist fuer die Gegend hier geradezu geschenkt.  Bin auch der einzige Tourist in der Butze, alle anderen wohnen da mehrere Wochen bis Monate und haben hier irgendwas zu arbeiten.  Ist ne einzigartige Truppe:
Da haetten wir den philippinischen Hostel-Angestellten, der hockt von morgens bis spaet abends vor seinem Laptop und skypt staendig mit wem auf spanisch, u.a. mit seiner Frau, die derzeit in Hongkong ist.
Dann waere da noch ein brasilianischer Fussballspieler, der beim oertlichen Team hier in Sharjah unter Vertrag steht, vorher hatte der fuer ein Team in Costa Rica gekickt.  Besonders dicke Kohle scheint er nicht zu verdienen, sonst waere er nicht im Hostel.  Es scheint bei Fussballprofis auch so eine Art Lumpenproletariat zu geben, die so von Saison zu Saison weiter ziehen und dabei grad so um die Runden kommen.
Gestern schlief da noch ein Geschaeftsmann aus dem Sudan, der in drei Tagen mit dem Auto von Khartoum ueber Saudi-Arabien hierher gefahren war.  Ausserdem noch ein Belgier marrokanischer Abstammung der hier irgendwas mit Import-Export macht und ein Algerier, mit dem ich leider kein Wort wechseln kann, weil der nur arabisch und franzoesisch kann.

Sharjah

dieses Foto heb ich mir fuers naechste Klassentreffen auf

Das wars, 5 Leute bei 32 Betten, und das sind die mit Abstand billigsten Betten in der ganzen Stadt.  Es scheint keinerlei Bedarf fuer preisguenstige Uebernachtungen zu geben.  Jedenfalls bin ich der einzige Tourist im Hostel und es sieht auch nicht so aus, als ob es andere Low-Budget-Traveller gaebe.  Der Lonely Planet ist voller Beschreibungen diverser Resorts und 5-Sterne Hotels, das ist hier einfach die normale Art der Uebernachtung.  Es gilt also mal  ein ganz neues Abenteuer zu bestehen:  Ueberleben mit endlichen Ressourcen in einer Welt, die man nur mit Gasmaske betreten koennte – wenn Geld stinken wuerde.
Aber es gibt Hoffnungsschimmer.  Essen ist, dank der vielen indischen und pakistanischen Cafeterias, die vor allem fuer die eher schlechter bezahlten Gastarbeiter da sind, durchaus bezahlbar, eigentlich guenstiger als in Deutschland.  Eintrittsgelder sind ziemlich guenstig.  Hauptproblem sind  Uebernachtungen.  Das geht in den lausigsten Buden ab 50 Euro die Nacht los, das waere aber schon ein Ausnahmepreis nach unten.  Also viel zelten, wenig duschen.  Nicht so schlimm, da waere ich auf jeden Fall fuer den naechsten Polizeikontakt gewappnet.

Oelplattform

So sieht eine Gelddruckmaschine aus - Oelplattform im Hafen

Ajman

nochmal 10km weg, die naechste Stadt, Ajman, das ist wohl die Hauptstadt eines der aermsten der Emirate

Al-Hisn Fort

Historisches gibts irgendwie auch - zwischen Apartmentblocks und Kleinwagen.

Spenden

Als guter Moslem soll man natuerlich spenden. Das kann man hier auf etwas elegantere Art erledigen.

Souk

der Zentralmarkt

Patenbrigade

der Rasen waechst nicht von alleine

Imbissbude

Zum essen faehrt man mit seinem Auto zur Imbissbutze. Bleibt aber sitzen, hupt, kommt der Pakistani rausgesprattelt, nimmt die Bestellung und bringt den Mampf ins Auto.

Dubai am Horizont

am Horizont - das ist Dubai

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Bye Bye Iran

11 Jan
Kirche in Tabriz

Es mag verwundern, aber in jeder groesseren Stadt im Iran gibt es eine christliche Minderheit und die haben auch ihre Kirchen - Kirche in Tabriz

Reichlich 2 Monate im Iran waren eine sehr interessante Zeit fuer mich.  Der Iran ist ein spannendes Land voller Gegensaetze: es gibt viele moderne aufgeklaerte Menschen, genauso wie die traditionellen Religioesen; es herrscht ein Regime was anscheinend keiner mehr haben will, aber mit dem man auch ganz gut leben kann; mittelalterliche Gesetze kontrastrieren mit dem Drang nach Kermkraftwerken.

Als Reiseland bietet der Iran etwas, was ich so noch nirgendwo in der Welt gefunden habe, und das macht ihn wirklich einzigartig:  Das Gefuehl als Tourist wirklich ein willkommener Gast zu sein.  Nirgendwo sonst auf der Welt die ich kenne, kommt man so einfach den Menschen so nahe.  Man ist nicht ein anonymer Teil der Statistik wie in Europa und auch kein laufender Geldautomat wie in Asien.  Man wird hier von den Menschen tatsaechlich herzlich willkommen geheissen, man wird von viel aermeren Menschen grosszuegigst eingeladen und die Menschen sprechen offen und ehrlich mit einem.  Dafuer gibts, auf ner Skala von 1 bis 5, fuenf volle Punkte.

Kirche in Hamadan

Es sieht so aus, als ob der Iran religioese Minderheiten durchaus respektieren wuerde - Kirche in Hamadan

Esfahan

Die Kirchen sind immer mehr oder weniger versteckt und gerne auch mal zugeschlossen, ist aber kein Wunder, die Gemeinden sind klein und man trifft sich dann nur zu bestimmten Anlaessen in der Kirche - Kirche in Esfahan

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Esfahan

In Shiraz gibt es etwa 35 christliche Familien - Kirche in Esfahan

Der Iran ist durchaus preisguenstig, aber nicht billig (ausser Benzin, Transport).  Reisen ist sehr sicher, ich habe nie Angst um meine Sachen gehabt und habe auch von sonst niemanden gehoert, der bestohlen wurden waere.  Die (normale) Polizei ist genauso supernett wie die ganzen Leute hier, ich hatte, bis auf eine Ausnahme wo sich ein paar Leute ein bischen wichtig machten, nie irgendwelche Probleme.  Auch beim bezahlen wird man hoechstselten uebervorteilt, ausser von Taxifahrern und mit denen hatte ich gluecklicherweise wenig zu tun.  Es gibt recht wenig Touristen, deswegen gibt es auch, ausser in den Hauptdestinationen Esfahan, Yazd und Shiraz, auch keinerlei touristische Infrastruktur die irgendwie auf westliche Besucher ausgerichtet waere.  Das hat natuerlich Vor- und Nachteile, aber auf jeden Fall ist ein Aufenthalt hier authentisch, man kriegt gewiss kein Touri-Disneyland vorgesetzt.  Dafuer trifft man als Alleinreisender „off the beaten track“ auch teilweise wochenlang keine anderen Traveller, was mich dann mit der Zeit aber wirklich frustriert hat.

Als Fahrradland ist es nur mit Einschraenkungen zu empfehlen.  Man sollte lange monotone Strecken auf teilweise vielbefahrenen Autobahnen abkoennen, schoene Strecken gibt es natuerlich auch, aber die muss man immer muehsam suchen.  Dazu kommen groessere Entfernungen ohne irgendeine interessante Abwechslung, teilweise faehrt man mehrere hundert Kilometer durch aehnliche Landschaft.  Dazu kommen eine quaelende Hitze im Sommer und gefrierende Naechte im Winter.  Dafuer hat man keine Not mit bellenden Hunden oder Steine werfenden Kindern und die Strassen sind in der Regel ausgezeichnet.

Teheran

In Urmia dagegen, im Nordwesten Irans, gibt es etwa 450 armenisch-christliche Familien, das ist etwa 1% der Bevoelkreung - Kirche in Teheran

Teheran

Es gibt syrisch- und armenisch-orthodoxe Kirchen, katholische, anglikanische und protestantische - Kirche in Teheran

Der Sehenswuerdigkeiten gibt es so ein paar, aber eigentlich, fuer ein Land dieser Groesse, gibts nicht viel zu sehen.  Am Ende sind es Moscheen, Basare und ein paar traditionelle Haeuser und ein paar ehemalige Palaeste.  Das stoert mich persoenlich jetzt nicht so dolle, aber wer deswegen reist, ist hier schnell fertig.  Eine grosse Enttaeuschung ist das Essen, eintoeniges Fastfood aus Kebabs, Sandwiches und iranischer Pizza.  Selbst bei Einladungen nach Hause wird am Ende doch irgendwie alles, frueh, mittags und abends, mit Brot gegessen.

Auf jeden Fall waere dies kein Land, in dem ich mich fuer laengere Zeit niederlassen moechte.  Dafuer ist es mir einfach zu spassfrei. Alles was, in meiner Welt, irgendwie Freude macht, ist hier verboten: Facebook, Youtube, alles andere als traditioneller Musik, tanzen, Genussmittel, es gibt keine Kneipen, Frauen leben in ner Parallelwelt.  Die einzige Abwechlsung und typische Freizeitvergnuegen hier sind Verwandtenbesuche und das allgegenwaertige Picknick irgendwo draussen.  Es gibt zwar Kinos, aber ich bin sicher dass Pamela Anderson hier keine besonders guten Karrierechancen hat.  Aber wer Spass am beten hat, hat hier auf jeden Fall genug zu tun.

Ein weiterer Vorteil des Iran ist noch:  Es gibt garantiert keine israelischen Traveller und man muss keine Sorgen haben, um der naechsten Ecke irgendwo ein knutschendes Paerchen zu stoeren.  Fazit:  Kann man auf jeden Fall schon einmal machen, aber ich muss demnaechst nicht unbedingt nochmal hierher fahren.  Ich hatte auf jeden Fall ein gute Zeit und dafuer danke an all die lieben Iranis die mir Hilfe anboten, kleine Geschenke machten unterwegs, mich beherbergten oder sonstwie versuchten, mir eine gute Zeit zu bereiten.

Gottesdienst in Teheran

Gottesdienst in Teheran

Shiraz

Kirche in Shiraz

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