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Archive for the ‘Oman’ Category

Revolution

24 Feb

„Es rettet uns kein hoehres Wesen, nicht Gott, nicht Kaiser noch Tribun,
uns aus dem Elend zu erloesen, koennen wir nur selber tun“

die Internationale

Demo Muscat

Demo in Maskat

Hui, da ist aber was los, in Tunesien, Aegypten, Libyen und neuerdings auch noch in Bahrein oder Marokko.  Selbst in Kuweit gab es die Tage ein bischen Krawall und auch im Oman demonstrierten 200 Leute.  Da hat offensichtlich jemand gesehen, dass man was erreichen kann, wenn man nicht immer nur die Klappe haelt und zu Allah betet, sondern wenn man auch mal sagt was einen so stoert.

Dabei ist das im Oman lustig:  Da Demonstrationen von der Regierung erlaubt werden muessen, machte so eine 200 Leute Demo gleich Schlagzeilen.  Dabei drueckten die Demonstranten wohl ihre volle Loyalitaet zum Sultan aus und wuenschten ihm alles Gute und stellten nebenbei ein paar Forderungen, was wohl vor allem was mit steigenden Preisen und den Loehnen zu tun hatte.

Zitat aus einem Forum im Netz:

Yes All Unauthorized demonstrations are prohibited by law. Anyone who plans, organizes or incites and promotes illegal demonstration will be violating the law.
If anyone has grievances to lodge or wishes to be heard by the authorities then the state has mechanism in place. An individual with complaints/grievances can always go to
A. His local Majlis Al Shura Representative
B. His local Shiekh
C. His local wali
D. Governor of the region.
Therefore its imperative the citizen/resident adheres to the laid down mechanism and follows the rules and regulations. Anything contrary to that will be assumed breach of the peace in public and liable to punishments as the law dictates.

Sabah Al-Ahmad Al-Jaber Al-Sabah

Sabah Al-Ahmad Al-Jaber Al-Sabah - der Emir von Kuwait

Omanirial

1 Omani Rial

Sprich, immer schoen an die Regeln halten, dann geht schon alles seinen Gang.  Die Regierung ist gut und kuemmert sich um alle Belange.  Und dabei steht der Sultan an und fuer sich immer voellig ausser Frage.  Diese Anbeterei der jeweils Herrschenden geht hier wirklich weit, eigentlich in allen arabischen Laendern.  Staendig haengt einem so ein Gesicht vor der Nase rum, von Plakaten, Haueserwaenden, als Bild in Geschaeften, ueberall.  Auf fast jedem Geldschein den ich bisher hier in der Gegend in der Hand hatte, laechelt einen immer das guetige Face des obersten Raeuberhauptmanns an.

Die Revolutionsgefahr ist in den arabischen Staaten lange nicht so gross wie in den nordafrikanischen Laendern.  Hier hilft viel Geld aus dem Oelgeschaeft den Staatsbuergern ein recht angenehmes Leben zu verschaffen.  So sind in Kuwait etwa 96% der Staatsbuerger beim Staat angestellt, sprich da wird verteilt was das Zeug haelt.  Es gibt ein kostenloses sehr gutes Gesundheitswesen, Bildung ist frei usw.  Man sieht etwa kaum eine kuwaitische Familie ohne philippinisches Kindermaedchen ausgehen, die Autos sind gut mit dem Attribut „dick“ zu beschreiben, also der wirtschaftliche Hintergrund ist schon ein ganz anderer.
Das gilt aber nur fuer die Minderheit der arabischen Staatsbuerger.  Die Mehrheitsbevoelkerung sind aber Gastarbeiter aus Asien oder Nordafrika, die teilweise in sehr prekaeren Verhaeltnissen leben.  Deren Aufenthaltstitel ist aber an die Arbeitsstelle gebunden, sprich wer da aufmuckt ist auch schnell wieder zu Hause.  Und da es ihnen hier immer noch etwas besser geht als in ihren Heimatlaendern, ist es auch nicht der Zeitpunkt fuer einen Sklavenaufstand.

Zeitung in Kuweit

Zeitung in Kuweit

Die Zeitungen und die vielen Fernsehsender berichten sehr ausfuehrlich ueber die Aufstaende.  Inzwischen starten hier einige Laender von sich aus Reformen, wohl im Versuch groesseren Protesten zuvor zu kommen.  Dabei wird unter anderem viel Geld unter den Staatsbuergern verteilt.  Tenor ist immer die Grossartigkeit des Fuehrers und wie grosszuegig, weitblickend, weise usw. er ist.  Ausserdem wird darueber spekuliert, wann es denn etwa in China so weit waere, dass da ne Revoluition ausbricht.  Und natuerlich wird diskriminiert was das Zeug haelt, so sind die Demonstranten in Bahrein natuerlich eine Minderheit, die versuchen das Land und die Region zu destabilisieren.  Aber der Koenig macht alles genau richtig, weil der will ja den Dialog.

Da kann man sich jetzt natuerlich erhaben drueber auslassen, und unsere eigene „Demokratie“ so loben, als haetten wir alle Probleme geloest und das Ende der Geschichte waere erreicht.   Ist ja auch anders bei uns, man kann in der Kneipe genuesslich die ganze Regierung zerreden und man selber haette ja sowieso alles ganz anders gemacht.  Das geht hier nicht, schon mangels Kneipe, aber auch ansonsten ist die Chance gross, dass das irgendwer mithoert und Platzmangel im Knast war noch nie ein Grund da nicht auch noch reinzupassen.

Nach meiner Erfahrung ist das in Deutschland aber im Grunde genau das Gleiche:  Man darf bei uns eine Menge in Frage stellen, selbst auch die Regierung und einzelne Personen.  Aber beim System an und fuer sich, diese parlamentarische Vertreterdemokratie in der Parteien angeblich die Interessen der Menschen vertreten, da ist dann sehr schnell Schluss mit lustig.  Als ob das das perfekte System waere.  Als ob das viel mit Mitbestimmung zu tun haette.  Als ob das irgendwie gerecht waere.  Als ob es eine Partei gaebe, die meine Interessen vertreten wuerde.

„Und wenn du was dagegen machts, sperren sie dich in den naechsten Knast“

Ton Steine Scherben

Zapfenstreich-Posse

aus sowas wird einem dann ein Prozess gedreht

Erinnert sei hier nur an einschuechternde Hausdurchsuchungen und Prozesse gegen Joerg Eichler, der es gewagt hatte, gegen eine Veranstaltung der Bundeswehr zu demonstrieren.  Oder ganz aktuell, wurden die Raeumlichkeiten eines Vereins von den Cops zerlegt, weil da Unterstuetzer fuer Antifa-Blockaden vermutet werden.  Das sind keine Einzelfaelle, sondern Beispiele. Wer mal gegen einen  Castor-Transport demonstriert hat oder bei irgendwelchen G8-Protesten war, der lernt recht schnell die Grenzen unserer gefeierten Versammlungsfreiheit kennen.  Und genau diese Regierungen fordern jetzt diverse arabische Herrscher auf, keine Gewalt gegen friedliche Demonstanten anzuwenden?  Haha, ich will unsere Polizei sehen, wenn es bei uns ernst damit wuerde die Merkel davonzujagen.  Die drehen ja schon frei, wenn ein paar Leute gegen einen Bahnhofsumbau demonstieren.

Wahlplakat

Wahlplakat - eines fuer alle

Aber der Hauptwitz ist ja die „Demokratie“ selber.  Solange das Wahlvolk die richtigen Parteien waehlt, sprich die, die an dem bestehenden Ungerechtigkeiten ein bischen rumdoktern, so lange ist alles fein.  Aber wehe es kommt mal was raus, was nicht passt.  Da faellt mir spontan ein, wie den Palaestinensern, nachdem sie mehrheitlich die Hamas gewaehlt hatten, die weitere Unterstuetzung aus Europa versagt wurde.  Oder wie die Iren ein zweites Mal zur EU-Verfassung abstimmen mussten, weil sie beim ersten Referendum falsch abgestimmt hatten.  Was fuer ein Kaspertheater ist das denn?

Und was mir da bei jeder Wahl zur Auswahl hingestellt wird finde ich sowas von deprimierend, dass ich mir die Waehlerei seit Jahren ganz schenke:  Bei den Gruenen gefaellt mir der oekologische Ansatz, aber leider kann ich keine Partei waehlen, die Soldaten ins Ausland schickt um da irgendwelche Interessen zu vertreten.  Meine ganz sicher nicht.  Ich stimme zwar den Liberalen zu, dass bei uns alles ueberreguliert ist.  Ich  wundere mich nur, warum eigentlich immer nur die Reichen ueberreguliert  sind.  Ich finds auch gut wenn die Linke sich fuer ein sozialeres System einsetzt.  Ich finde aber auch, das es mehr Wuerde hat, sich sein Geld selber zu verdienen als es einfach nur von denen umverteilen zu wollen, die angeblich mehr davon haben.  Welche Partei soll ich denn waehlen?  Geht doch gar nicht.

Wahlergebnis

Wahlergebnisse real

Richtig sprachlos bin ich jedes Mal bei den Wahlen,  bei denen alle Parteien mit nahezu identischen Plakaten und auswechselbaren Slogans meine Augen beleidigen.  Der ganze Spass ist doch schon ad absurdum gefuehrt, wenn man bedenkt, dass bei einer Wahlbeteiligung von 60%, wenn dann eine Partei mit 40% gewinnt, dann sind es doch ergo noch etwa 25% der Bevoelkerung, die diese Leute gewaehlt haben.  Und jetzt bitte nicht sagen, wer nicht mit abstimmt, dem ist es egal.  Ich stimme nicht mit ab und mir ist es nicht egal, aber es gibt einfach nichts in der Auswahl, was fuer mich dabei waere.  Und dabei bin ich sicher kein Einzelfall.
Und dann kommen immer grosse Stimmen, so von wegen die Waehler haetten dem jeweiligen Gewinner das Vertrauen ausgesprochen.  Das Vertrauen ausgesprochen???  Die haben das Kreuz da gemacht, weil es das kleinere Uebel war und weil einfach nur noch groesserer Mist auf dem Wahlzettel stand!  Die nehmen ihre Legitimation daher, weil weniger als 25% der Waehler sie fuer das kleinere Uebel halten und sprechen dann davon, dass der Waehler ihnen das Vertrauen ausgesprochen haette.  Gehts eigentlich noch?

Sultanlolli

die brauchen unbedingt ein paar neue Koepfe

Deswegen, wenns nach mir geht, nehmen wir uns an der Arabern ein Beispiel und jagen erstmal die Regierung in die Nordsee, da macht man nie was verkehrt.  Und wenn wir gerade dabei sind die ganzen Parteien und den ganzen Betrug um die parlamentarische „Demokratie“ gleich mit.  Und dann ueberlegen wir mal alle zusammen, wie wir in Zukunft zusammen Entscheidungen treffen wollen.  Mein Vorschlag waere fuer den Anfang, dass man fuer bestimmte Entscheidungen dann nicht mehr Parteien waehlt, sondern bei verschiedenenen Politikfeldern jeweils eine Richtung festlegen kann.  Atomkraft ja/nein, gemeinsame Schule bis zur 8. Klasse ja/nein, Vermoegenssteuer ja/nein usw.

Aber gespannt bin ich ja trotzdem, wie das bei den Arabern so ausgeht.  Mein Tip:  Wahrscheinlich wird sich in den einzelnen Laendern jemand finden, auf den die Leuten grosse Hoffnungen haengen.  Der wird dann mit viel Begeisterung gewaehlt oder bestimmt und nicht lange spaeter haengt eben ein neues Gesicht von den Haeuserwaenden.  Und so weiter und so fort.

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fast forward

18 Feb

Ich hatte mal beim Arbeitsamt eine Mutti mit ihrem ziemlich volljaehrigen Sohn neben mir rumzusitzen, die belegte den die ganze Zeit, du kannst doch eh nichts, nur rumhaengen, nicht arbeiten, du findest sowieso keinen Job, das war der Ton.  Genau, sie wird damit auf jeden Fall Recht behalten.
Es ist erstaunlich,wie sehr die meisten Grenzen im Kopf bestehen.  Wenn man sich frueh 100km vornimmt, dann schafft man die auch viel wahrscheinlicher, als wenn man sich nur 80km vornimmt.  Mein mir selbst gesetztes Reiseziel mit dem Fahrrad war mit Maskat erreicht.  Genau hier ist jetzt auch die Luft ein bischen raus.  Ich bin sicher, haette ich mir vorgenommen bis Aden oder Mombasa zu fahren, dann waere das auch gar kein Thema gewesen.   

Benzinpreise

ihr muesst den Preis aber noch verdoppeln, der Kurs ist 1 Rial = 2 Euro

Und nun?  Die komplette Gefuehlslage zu erklaeren waere jetzt zu komplex, es hat auch was mit praktischen Gruenden zu tun. Viele der wirklich interessanten Gegenden sind mit dem Fahrrad nur relativ schwierig zu erreichen, die Zeit fuer eine sinnvolle Runde zu knapp.  Aber vor allem hatte ich Lust auf Abwechslung, mir war es auf dem Rad ein bischen langweilig geworden. Man will ja auch nicht das ganze Leben immer mit der gleichen Frau zusammen sein. 

Was ich schon ewig mal machen wollte, war mit einem Allradauto die ganzen Pisten langfahren, wo man mit dem Rad gar nicht (weil zu steil) oder nur mit extremer Anstrengung hinkommt.  Also so.  Ich dachte mit 4,5l Hubraum und irgendwas um die 200PS mache ich erstmal nichts verkehrt.  Und es gibt nicht viele Ecken auf der Welt, wo das Benzin fuer solche Maschinen noch bezahlbar waere, wo kriegt man noch 100l fuer 25 Euro?  Da kann man auch mal den Motor laufen lassen, damit die Klimaanlage schoen weiter kuehlt wenn man mal aussteigt.  Oder man kann den Motor auch einfach laufen lassen, weil man es einfach kann, das macht dann erst richtig Spass.
Ausserdem liegt mir unsere Umwelt sehr am Herzen und da ist es viel oekologischer das Benzin gleich hier vor Ort zu verbrauchen als es erst muehsam bis nach Europa zu transportieren, das spart ordentlich Emmisionen und Co2. Und fuer eine nachhaltige Entwicklung ist es schliesslich auch wichtig, lokale Wirtschaftskreislaeufe zu unterstuetzen. 

Piste

Piste

Und ja, es macht Spass.  Auf Asfalt muss man am Berg schon mal in den dritten Gang runterschalten.  Und wie die Kiste da im Gelaendegang steinigste steilste Berge hochfaehrt, da bleibt einem manchmal das Herz stehen, aber es nuetzt nichts, man muss ja eh weiter fahren, umdrehen geht gar nicht.  Selbst steil runter kontrolliert man das Auto fast nur mit dem Gaspedal, weil die haben natuerlich auch eine ordentliche Motorbremse.

Sandwueste

durch den Sand "surfen"

Leider braucht man fuer Fahrten durch die Sandwueste ein zweites Fahrzeug und noch etwas mehr an Equipment, ne Schaufel etwa, aber ein bischen am Rand bin ich im Sand rumgefahren, das macht total Laune.  Irgendwie hat man Lust sich eine weisse Kapitaensmuetze aufzusetzen und an einem dicken Nebelhorn zu ziehen, weil das Auto benimmt sich dann ein bischen wie ein Schiff auf dem Wasser, die Bewegungen werden weicher, es ist wie als wuerde man auf dem Sand schwimmen.  Fetzt. 

Autoumfall

ein Fahrzeug ist doch kein Spielzeug - und warum haben die nicht einfach an der Seite noch Raeder?

Ich hab ein bischen rumprobiert was die Kiste so alles kann.  Dabei ist die Kraft, die man hat, die eine Sache, die aber leider nicht die Existenz bestimmter physikalischer Gesetze aufhebt.  Bei dieser sehr lehrreichen Aktion hat die Vermietung leider ein Auto eingebuesst.  Schuld sind ganz klar die Russen, weil ich als armes Ossikind nicht genug Matchbox hatte mit denen ich mich spielerisch auseinander setzen konnte, weswegen ich das nun in echt machen musste.  Macht nichts, ist nichts passiert und fuer das Auto gibts ne Versicherung.  Und da gewinnen bedeutet einmal mehr aufzustehen als man hingefallen ist, hatte ich bald ein Ersatzauto und bin noch was weiter rumgefahren.  Ich hatte nur Sorge, weil mein Fuehrerschein liegt natuerlich in Dresden auf meinem Tisch, aber das war erfreulicherweise kein Problem. 

Dabei hab ich immer wieder Taxi fuer irgendwelche Omanis gespielt.  Da das Busnetz mit viel guten Willen maximal als rudimentaer bezeichnet werden kann, ist es sehr ueblich zu trampen.  Die Kommunikation erwies sich aber leider als quasi nichtexistent, mangels gemeinsamer Sprache.  Ist doof, sitzen die schoensten Typen neben einem im Auto, aber man kann nicht reden.  Das geht mir wirklich immer mehr auf den Wecker.  Gebt mir endlich einen Babelfish!
.

Zeltplatz am Meer

auch mit nem (Allrad)auto findet man schoene Zeltplaetze

Per Auto ist es ein bischen als haette man an seinem Recorder die FastForward-Taste gedrueckt, geht alles ein bischen schnell.  Auf Dauer wird das nicht meine liebste Art der Fortbewegung, aber so ne Woche lang kann man das schon mal machen.

Die Landschaft lohnt aber wirklich und ist sehr abwechslungsreich, zumindestens im Norden des Landes.  Im Sueden ist eher oede Steinwueste.  Tief eingeschnittene Wadis denen man im Tal viele Kilometer tief folgen kann, am Ende gibts dann gerne ne schicke Wanderung oder ein paar Bademoeglichkeiten.  Oder auf diverse Hochplateaus die abenteuerlichst in den Berg gebrochensten Strassen.  Das Gebirge faellt teilweise direkt ins Meer ab, die Sandwueste beginnt dann gleich auf der anderen Seite. 

Wadi Shab

Ab hier gehts im Wadi nur noch schwimmend weiter. Ist schoen warm und wildromantisch.

Autowerkstatt

Beduinen Autowerkstatt

Wuestenstrasse

auch geil, die Strasse mitten durch die Sandwueste

Kamel auf der Strasse

Ein echt doofes Problem, immer wieder stehen da Kamele auf der Strasse rum. Die haben auch echt die Ruhe weg, das dauert eh die mal zur Seite gehen, da kann man hupen wie man will.

Omani

der war echt nett - und man beachte wie gut die Farbe des Hemdes mit der des Autos harmoniert

Omanis

die Jungs von der Mauer

Markttag

hier wird auf dem Markt irgendwas ueber die Ziegen verhandelt

Pool

da kann man fantastisch baden gehen

Warnschild

... auch wenn da seltsame Schilder rumstehen: "Ertrinken ist jetzt beliebt"

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Muscat, Maskat oder auch Masqat

07 Feb

Es gibt keine einheitliche Schreibweise der arabischen Woerter in lateinischen Buchstaben, deswegen werden die Ortsnamen auf die verschiedensten Arten geschrieben.  Vokale sind irgendwie voellig egal, ich hatte schon Schilder und Namen auf der Karte fuer ein und das selbe Nest:  Sint, Sant und Sent.  Ich komme uebrigens aus Drisdin, aber vielleicht auch aus Drusdan, ist auch egal, kennt eh keiner.  Ist jedenfalls in der Naehe von Borlan.

Matrah

Matrah, der Stadtteil wo auch der Hafen in der Bucht ist. Eigentlich auch ein Dorf fuer sich.

Stadtteil in Muscat

Stadtteil in Muscat

Wenn man sich ueblicherweise eine Stadt vorstellt, dann denkt man da an ein mehr oder weniger kompaktes Gebilde, vorzugsweise noch mit nem Zentrum und so.  Hier gehen aber schroffe Berge bis an die Kueste und fast alle Stadtteile wurden nach 1970 neu erbaut, weil die Stadt eben schnell gewachsen ist.  Und Platz dafuer ist dann aber erst wieder im naechsten Tal.  Deswegen ist es eher sowas wie ein Grossraum, der aus ganz vielen kleineren Ortschaften besteht.  Das eigentliche Muscat, da wo frueher der Hafen war und heute der Sultanspalast steht, ist nicht viel mehr als ein kleines Dorf in einer Bucht, genau wie die ganzen anderen Orte an der Kueste.
Es ist voellig ausgeschlossen mal in den naechsten Stadtteil zu Fuss zu gehen, es sei denn man macht gern 10km Spaziergaenge in der Mittagshitze neben der Autobahn.  Und auch per Rad ist es nervend und anstrengend auf den ganzen Schnellstrassen und Stadtaautobahnen immer wieder ueber steilere Berge zu fahren.

Trotz dass die „Stadt“ in dieser Form erst in den letzten Jahren ueberhaupt entstanden ist, hat sie aber durchaus Charakter.  Es gibt keine Hochhaeuser, nur wenige Gebauede sind hoeher als 3 Stockwerke und jedes Haus, selbst jedes schnoede Buerohaus, hat noch irgendwas arabisch-orientalisches in der Fassade, seien es Zinnen auf dem Dach oder entsprechende Fenster oder ein paar Verzierungen an der Front.  Die meisten Haeuser sind weiss, das ergibt dann zusammen auch ein Bild.

des Sultans Yacht

des Sultans Yacht

Im Hafen liegt die dicke Yacht des Sultans, den Palast in Maskat selber benutzt er wohl nur so vier Mal im Jahr fuer offizielle Anlaesse. Braucht er auch nicht oefter, er hat ja noch drei andere Palaeste im Land.  Hier macht regieren auf jeden Fall noch Spass, nicht wie in Deutschland, wo dir als Politiker ja noch die letzte geschenkte Flugmeile geneidet wird.  Aber es ist ein wirklich toller Sultan der richtig viel an sein Volk weitergibt und hier wunder was in die Infrastruktur steckt und das Land quasi aus dem Nichts wieder aufgebaut hat.  Es gibt die wildesten Geruechte um ihn, so soll er wohl mehr Spass mit Maennern als mit Frauen haben, dafuer gibts fuer die Huebschesten auch mal ein Auto geschenkt.  Bei seiner „Meet-the-people“ Tour fallen angeblich auch immer wieder Geldscheine aus dem Autofenster.  Dabei brauch er das eigentlich gar nicht, der ist auch so schwer beliebt.

Muscat City Festival 2011

alle warten aufs Eselreiten

Hier findet gerade das Muscat City Festival statt.  Stellt euch das wie ein Volksfest in einem Park vor, zwischen grossen Sponsor-Werbetafeln diverser Banken und Automarken stehen dann ein paar Buehnen, Fressbuden usw. rum.  Das bemerkenswerteste ist, dass das ganze Fest natuerlich 100% alkoholfrei ist.  In Deutschland unvorstellbar, und ich gehoere wohl auch zu den Leuten die dann eher zu Hause bleiben wuerden als da noch hin zu gehen, aber das ist tatsaechlich eine so entspannte Atmosphaere, wirklich gut.
Innerhalb des Gelaendes haben die hier so ein „Heritage-Village“ aufgestellt, wo dann irgendwelche armen Schweine die ganze Zeit ununterbrochen Wasser schoepfen, mit nem Pflug 5m Sand hin und her

Show

Gab auch ein paar Kultureinlagen. Die hier hatten eine Schlittschuhshow. Man beachte, die sind schon voll angezogen, aber ein Teil der Klamotte ist hautfarben.

umpfluegen oder Frauen stundenlang im Kreis rumgehen mit nem Krug auf dem Kopf – einfach um zu zeigen wie es frueher mal so war.  Dabei hatte ich aber ernsthafte Probleme die Darsteller von den Zuschauern zu unterscheiden, weil ausgesehen haben die alle voellig gleich.

Geil war abends die Lasershow mit Feuerwerk.  In der Mitte des Parkes ist ein grosser See, ueber dieser Flaeche fand das dann alles statt.  Und war wirklich abgefahren, Bilder bekannter Gebaeude wurden in 3D in die Luft projiziert, dazu natuerlich noch Fontaenen auf dem Wasser, Musik und ueberhaupt.  Fuer 40 Cent Eintritt lass ich mir das schon mal gefallen.  Und das machen die einen ganzen Monat lang jeden Abend.  Wenn man Erdoel in so eine feine Show verwandeln kann, dann koennen die meinetwegen noch viel mehr von dem Zeug aus der Erde holen.

Sultanspalast Muscat

Einer der Palaeste des Sultans. Das ist das eigentliche Maskat, ne enge kleine Bucht mit Bergen ringsum. Und auf jeder Kuppe in der Umgebung steht so ein Wachtuermchen rum

Betti und Tom

die besten Freunde trifft man oft, ganz ueberraschend, unverhofft - Betti und Tom aus Dresden sitzen da auf einem Stopover auf dem Weg nach Bangkog in so einem Cafe rum.

Lady

Irgendeine Beauty modelte da am Strand fuer einen Fotografen. Ich hab natuerlich empoert weggeguckt.

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auf dem Weg nach Maskat

05 Feb

Duracell HaeschenDer letzte Dealer muss mir statt dieser lustigen Pillen eine Duracell-Batterie angedreht haben.  Und seitdem radele ich ebenso unermuedlich wie dieses Haeschen in der entsprechenden Werbung.  Dabei hab ichs eigentlich gar nicht eilig, aber da ich fast nur noch zelte gehts eben am naechsten Tag immer wieder weiter.

von Al Hamra nach Hat

Die geilste Strasse der Welt. Stuerzt sich da voellig verrueckt 1000 Hoehenmeter in die Tiefe.

Dabei ist der Oman landschaftlich ganz weit vorn.  Wenn man erst mal von dieser trostlosen Kuestenautobahn weg in Richtung Berge ist, dann wird es wirklich absolut atemberaubend.  Die Strassen gehen bis 2000m hoch, und dann durch steile Taeler wieder runter.  Dabei wird man dann gern mal von so einer „Adventure“-Offroad Safari ueberholt, das sind dann mehrere Allradwagen in denen dicke Touris sich von omanischen Fahrern die Berge hochkutschen lassen.  Hinten faehrt dann sogar noch ein Auto leer mit, als Backup.  Und ich schwitze mich da irgendwelche 18%-Steigungen hoch und schleppe auch noch Essen fuer mehrere Tage mit.  Wo ist mein Backup?  Ach klar, ich hab ja kein Adventure gebucht.

Festung Nakal

das Fort von Nakal, sowas steht hier aber in jedem zweiten Nest rum

Zur Abwechslung und Unterhaltung gibts zwischendurch mal immer eine Burg oder ein paar Wachtuerme zu sehen.  Im Gegensatz zu den Emiraten, in denen die Touriplaetze immer irgendwie angelegt und kuenstlich und absolut tot aussehen (Gruesse an die Frauenkirche und den Neumarkt in Dresden), gibts hier tatsaechlich sowas wie Geschichte, sogar ne ganze Menge davon.

Ghul

verlassener Bergort, gleich daneben wurde ein neuer Ort gebaut, diesmal aber mit Strassen zwischen den Haeusern

Hin und wieder trifft man auf ein paar verlassene verfallende Ortschaften, vorzugsweise solche, wo es zu steil oder zu eng ist mit dem Auto drin rum zu fahren.  Ueberhaupt ist es das totale Autoland.  Kann man den Jungs hier auch nicht sonderlich uebel nehmen, bei Temperaturen im Sommer irgendwo zwischen 40 und 50 Grad verdunstet man wahrscheinlich alle 2 Minuten 10% seiner Koerpermasse oder so (und das kann bei manchen Leuten hier dauern).   Das hat zur Folge, da das ganze Land ja in den letzten 40 Jahren mit dem Autoverkehr wieder auferstanden ist, dass sich die ganzen Orte entlang der Strassen entwickelt haben und es teilweise ewige Entfernungen zum Gemueseladen sind.  Hotels stehen einfach irgendwo in der Landschaft, Hauptsache an der Strasse, so ist man ja sowieso mit dem Auto schnell ueberall.  Wenn man ein Auto hat und nicht wie ich, ein klappriges Damenrad.  Doch eines Tages, werd ich mich raechen…

Leider komme ich den Arabern nicht besonders nahe.  Aus und vorbei ist’s mit dere iranischen Herzlichkeit und Offenheit.  Alle sind superfreundlich und immer hilfsbereit, wirklich klasse, gar keine Frage.  Aber die Leute hier sind Auslaender gewohnt, man ist eben Touri, kommt und geht und niemand klagt mir sein Leid wie schlecht die Regierung sei.  Reisen ist aber sehr entspannt, weil keiner ist auf die Kohle der Touris wirklich angewiesen, weswegen man, vom gelegentlich freundlich gruessendem Inder abgesehen, voellig unbehelligt durch die Gegend spaziert.  Leider haben sie aber Fotos von sich oder gar von ihren Angetrauten nicht besonders gern, dabei sind sehr viele wirklich sehr fotogen.  Sorry Leute, muesst ihr mal selber hinfahren.

Sohar

Sohar, hier kommt immerhin Sindbad der Seefahrer her

Das spannendste ist eigentlich dieser Spagat zwischen Tradition und Moderne.  Ich glaube die Araber hier sind wirklich sehr traditionell drauf, man trifft echt kaum einen, der nicht im Nachthemd rumlaeuft.  Trotzdem ist alles sehr modern und fortschrittlich und die Orte bestehen deswegen aber nicht aus Plattenbauten oder Wolkenkratzern, sondern die kriegen es hin im traditionell-arabischem Stil neu zu bauen.   Das alles strahlt so viel Staerke aus, die haben es gar nicht noetig, wie, nochmals Iran, Gaestinnen unters Kopftuch zu zwingen.
Normalerweise verbindet man im Kopf mit dem Islam irgendwas rueckstaendiges, denkt an arme Leute die nicht viel mehr haben als ihre Religion.  Aber irgendwie passt das ueberhaupt nicht mit dem Bild zusammen, was man hier zu sehen bekommt, wohlhabende gutsituierte Menschen die trotzdem extrem traditionell drauf sind.  Dieser „Kontrast“ ist das eigentlich faszinierende hier.

Trinkwasserspender

An vielen Stellen stehen diese Trinkwasserspender. Da gibts immer frisches und kaltes Wasser.

gruenes Tal

es hatte mal einen Tag geregnet, da wird es dann gleich etwas gruener in den Wasserablaeufen

Steinbusen

Hatten wir das nicht schon mal?

Bergort

ein kleiner Ort in den Bergen

Trinkwasserauto

Im ganzen Land fahren diese Kisten Trinkwasser bis ins allerletze Dorf - kostenlos!

Haus unter Dattelpalmen

ein verfallendes Haus am Rande der Dattelpalmenplantage

Omanis

Hier hab ich doch mal ein paar von den Jungs vor die Kamera gekriegt. War in einem kleinem Dorf.

Wanderweg

Ihr seht nicht zufaellig auch den Wanderweg der da am Hang dieses 1000m tiefen Canyons lang geht?

Fussballplatz

im Gebirge ist wenig Platz, die geht die Strasse auch mal ueber den Fussballplatz

Fliegen

Ein wirklich sehr sehr nerviges Problem: Fliegen, zu Hunderten. Liegt aber nicht an mir, weil das Problem gibts nur an bestimmten Stellen. Ich hab schon mal um mich schlagend das Weite gesucht.

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Oman

28 Jan
Emiratis

junge Emiratis

Bangladeshi

die stellen sich ein paar Bangladeshi in die Gegend, die dann den Muell aufsammeln den die einfach aus dem Autofenster werfen

Ich hatte mal einen Physiklehrer, der kam, noch ganz am Anfang eines Schuljahres, in die Klasse, und sagte:  Buecher, zu, jeder nimmt ein leeres Blatt, links oben Name, rechts oben Datum.  Alles stoehnte, weil so fangen ueblicherweise Klassenarbeiten an.  Dann diktierte er, das war so ueblich erst die Fragen aufschreiben, dann hatten wir Zeit fuer die Antworten:  „1. Ist es wirklich sinnvoll“ – und alle schrieben: „Ist es wirklich sinnvoll“, dann er wieder: „schon in der zweiten Stunde“, was wiederum alle aufschrieben, „schon eine Klassenarbeit zu schreiben“.  Kann sein es gab noch ein paar Leute, die auch das noch mitschrieben.
Denselben Physiklehrer hatten sie dann mitten in den Abi-Vorbereitungen von der Schule genommen, weil er mal irgendwas mit der Stasi zu tun hatte.  Es ist ja eine erwiesene Tatsache, dass die Physik und die Stasi die unheimlichsten Verbindungen eingehen.

Nicht ganz zo witzig war es im Geounterricht, was mir ausreichend Gelegenheit gab, den verpassten Nachtschlaf nachzuholen.  Vielleicht haette ich damals etwas weniger von Daniela Herrmann traeumen, sondern doch besser zuhoeren sollen, dann waere mir die Sache mit dem Nordostpassatwind vielleicht noch etwas gelaeufiger gewesen.  Dieser jedenfalls macht mir nun entweder das Leben richtig schwer, wenn er einfach wirklich ausdauernd sehr konkret von vorne weht.  Oder es auch zu einem einzigen Vergnuegen, wenn ich gerade Richtung Suedwesten fahre.

Also verglichen mit den Emiraten oder dem Oman ist der Iran der reinste Sexshop.  Man sieht wirklich selten arabische Frauen auf der Strasse und wenn, dann auch nur komplett verschleiert.  So etwas wie ein nur sehr lose gebundenes Kopftuch gibts gar nicht.  Andererseits koennen aber alle nichtmuslimischen Frauen so rumlaufen wie sie wollen, niemand stoert sich dran wenn die Lady an der Hotelrezeption nen kurzen Rock anhat oder leicht rundliche Touristinnen ihre verbrannten Dekolletees durch die Gegend tragen.

Labour

Labour - aus Pakistan

Im letzten Artikel lobte ich die Emirate, weil sie so schoen multikulti seien.  Nun, bei etwas naeherer Betrachtung sieht das dann konkret so aus, dass der Araber mit seinem dickem Auto durch die Gegend faehrt und in schicken Villen wohnt, waehrend der gemeine Inder oder Pakistani so wichtige Aufgaben erfuellt wie Muell aufraeumen, Rasen kaemmen oder diese Imbissbuden zu betreiben.  Ich war auch zufaelligerweise in so einem Barackenlager neben einer Fabrik irgendwo mitten in der Landschaft neben der Autobahn, in der ne Menge Pakistanis existierten.  Auf die Frage was sie hier eigentlich machen, antwortete einer: „Labour“.  Und genau das sind sie wohl, Arbeitskraft.
Nuetzt ja auch nichts irgendwie rumzustreiken oder sonstwie die Klappe aufzureissen, weil da gibt diese lustigen Dinger die aussehen wie ne Gurke in weiss mit den zwei grossen flachen laenglichen Scheiben an der Seite, da kann man sich dann reinsetzen und schwupdiwups ist man wiederbei seinen 7 Geschwistern in Pakistan.

Omanis

diese jungen Omanis hatte ich mit ner Flasche Whisky erwischt...

Omanis im Auto

ist ein totales Autoland, hier steigt keiner mehr aus

Ist ja auch schlau die ganzen Deppenjobs nicht selber machen zu wollen.  In Deutschland bewerben sich ja sogar noch die Leute, mit Lebenslauf und Zeugnissen, fuer so erfuellende Aufgaben wie an der Supermarktkasse kassieren oder auf Baustellen im Dreck zu wuehlen.  Und sind dann auch noch ganz stolz drauf arbeiten zu gehen.  Und das sind dann auch noch ausgerechnet die Leute, die am lautesten „Auslaender raus“ bruellen, Hilfe, euch koennte ja jemand den Malocherjob wegnehmen.

Ich hatte inzwischen auch schon das Vergnuegen mal in einem der Ferienresorts hier zu landen. Nicht zum pennen, eher findet man mich mit nem Alf-Kostuem in der Semperoper als in so einem Laden, sondern weil ich da was wegen einer Tauchschule angefragt hatte.  Und da liegen sie in der Sonne, all die europaeischen Dackdeckermeister und Backwarenfachverkaeuferinnen und halten ihre Bauchfalten in die Sonne und geben die Kohle aus, fuer die sie die restlichen 50 Wochen im Jahr hart geknutet haben.
Apropos Backwarenfachverkaeuferin, das ist wohl ein Job, den es, angefangen beim Wort selber, bis zur Taetigkeit an und fuer sich, auch nur im deutschen geben kann.  3 lange Jahre Ausbildung mit IHK-Qualifikation, wofuer? „Drei Broetchen bitte“ – “ Ein Euro Zehn“.  Und dann steht man da, frueh um 7 und reicht, schon mit schlechtem Gewissen, einen 20 Euro Schein ueber den Tresen, weil man sein ganzes Kleingeld gestern Abend in der Kneipe gelassen hat. Und man weiss genau was jetzt kommt: „Hammses ni kleener, das kann ich jetzt noch ni wechseln“  Nein, hab ich nicht und vor allem jetzt um die Zeit gar keine Lust mich um solche Probleme zu kuemmern.

Picknick

Picknick mit der Family

Aber ich schweife ab.  Oman.  Grossartiges Land, stolze, selbsbewusste Leute, modern mit Tradition, hochsommerliches Wetter, viele neue Strassen.  Irgendwie hat es der Sultan, der 1970 seinen eigenen Vater abgesetzt hat, hingekriegt das Land innerhalb der letzten 40 Jahre von einem voellig zurueckgebliebenen Wuestenland zu einem durchaus modernen Land zu machen.  Und dabei haben die nicht so viel Oel wie etwa die Emirate, was denen die allerschlimmsten groessenwahnsinnigen Eskapaden erspart hat, sondern hier ist auch ne Menge aus eigener Kraft und durch Arbeit entstanden.  Und dabei hat der nette Sultan sich nicht alles selber eingesteckt, sondern auch seinen Jungs im Land ordentlich was abgegeben. So gab es vor 1970 irgendwie nur 10km asfaltierte Strasse, wo heute ein ziemlich gutes Strassennetz existiert, das Gesundheitswesen ist kostenlos, und einmal im Jahr macht der Sultan irgendwo im Land einen Ueberraschungsbesuch irgendwo und man kann hingehen und sich was wuenschen, was er dann erfuellt, eine neue Schule etwa oder so was.  Demokratie gibts keine, aber ehrlich, wer braucht sowas wenns einem eigentlich gut geht?

Typ

Typ "von hier"

Pakistani

den fand ich auch toll, ein Pakistani aus Dubai

Musandam Strasse

total schick, an diesem noerdlichsten Zipfel der arabischen Halbinsel geht 40km diese geile Strasse da genau an der Kueste entlang - links spannend, die Berge, rechts langweilig, das Meer

Khor an Naji

und da sind dann ganz viele Fjorde, die meisten sind nur vom Wasser aus zugaenglich. Im Gegensatz zu Norwegen kann man aber baden gehen ohne hinterher bestimmte Koerperteile suchen zu muessen.

Lolli taucht

Lolli taucht

taucht

hier nochmal, etwas entspannter

moderne Moschee

Fast alle Moscheen sind neu gebaut. Da gibts sogar mal sehr stylische Architektur.

Villa

So kann man doch leben. So was sieht man oft.

Baracken

als Labour kann man aber auch so wohnen

Freitag

Freitag nach Eins, macht jeder sein - zur Gebetszeit am Freitag sind die Orte wie ausgestorben und alle haengen in der Moschee rum

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